20.08.2020

Romantischer Rhein - Rheinromantik, Rheinsteig und Riesling

Natur und Kultur pur


(rpt) Der majestätische Rhein fließt zwischen Bingen/Rüdesheim und Remagen durch ein wahrhaft königliches Tal. Vom Mäuseturm in Bingen bis zum Rolandsbogen bei Remagen reicht die Region des Romantischen Rheins. Hoch über den steilen Weinterrassen thronen auf schroffen Felsen über 40 Burgen und bewachen seinen Lauf. Für Besucher halten sie gastfreundlich ihre Tore weit offen.

Eine Rheinreise ist immer ein beeindruckendes Erlebnis. Die ersten Touristen tuckerten auf englischen Dampfschiffen schon im 19. Jahrhundert über den Vater aller Flüsse. Die Burgen, Schlösser und historischen Städte sind die Kulisse für Erlebnis und Genuss in einer einzigartigen Kulturlandschaft. Dichter, Maler und Musiker priesen das Tal in den höchsten Tönen – eine Begeisterung, die bis heute anhält.

In Remagen präsentiert sich der Rhein als breiter Strom, der vor den Hügeln des Siebengebirges die Inseln Grafenwerth und Nonnenwerth umfließt. Der Bahnhof Rolandseck aus dem Jahr 1856 erinnert an eine Zeit, als die Gegend zu den reichsten der einstigen Preußischen Rheinprovinz gehörte. Immer mehr Touristen kamen damals an den Rhein und stiegen in Remagen von den Rheinschiffen auf die Bahn um. Rolandseck ist heute ein künstlerisches Zentrum. Entstanden aus der Idee, ein Museum für den Nachlass des Dadaisten Hans Arp und seiner Frau Sophie zu bauen, ringt das Arp-Museum jedem Besucher Staunen ab. Von Deutschlands einzigem Museum mit Gleisanschluss führt ein langer Tunnel zum Neubau. Mit dem Aufzug geht es im Berg aufwärts. Oben angekommen ist alles Licht und Weite. Wer zum ersten Mal kommt, weiß nicht, woran er sich zuerst satt sehen soll, an der Architektur des Museumsbaus oder an der aktuellen Ausstellung. Auch der Ausblick auf Rhein und Siebengebirge ist fantastisch.

Vor über 200 Jahren brach William Turner von London aus zu seiner ersten Rheinreise auf. Es war die Zeit der romantischen Landschaftsmalerei, der Turner mit seinen Werken eine neue Richtung gab, die gern als der Beginn des Impressionismus bezeichnet wird. Was er auf zehn Reisen an den Rhein in seinem Skizzenbuch festhielt, verwandelte er in seinem Londoner Atelier in unverwechselbare Turner-Werke. Dabei fasziniert bis heute die Auswahl der Farben, das Spiel mit Licht und Schatten sowie die Wahl der Perspektive. Der Maler Armin Thommes aus St. Goar spürte die Plätze auf, auf denen Turner stand, als er seine Motive skizzierte. So kamen 26 Malstandorte zusammen, die miteinander verbunden die William-Turner-Route ergeben. An jeder Station kann man sich auf einer in den Boden eingelassenen Bronzeplakette in die Fußstapfen des berühmten Rheinromantikers stellen. Ein QR-Code sorgt für weiterführende Informationen zum Motiv.

Das Flusstal in der Region „Romantischer Rhein“ ist burgenreich wie kein zweites in Deutschland. Keines der Bauwerke aus alter Zeit gleicht dem anderen. Die einen thronen wie die Marksburg bei Braubach oder Burg Stolzenfels bei Koblenz majestätisch auf hohem Fels, andere stehen eng beisammen wie die Feindlichen Brüder, Burg Liebenstein und Burg Sterrenberg bei Kamp-Bornhofen und wieder andere verstecken sich in einem Seitental des Rheins wie das Schloss Sayn bei Bendorf. Die Burg Pfalzgrafenstein kommt den Rheinschiffen ganz nah, denn sie ist als Zollburg wie ein steinernes Schiff mitten im Fluss platziert.

Noch mehr Furcht muss Angreifern die mächtige Festung Ehrenbreitstein in Koblenz eingeflößt haben. Heute strahlt die Festung Ehrenbreitstein auf dem Felssporn hoch oben über dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel geradezu magische Anziehungskraft aus. Besucher können ganz gemütlich mit der Seilbahn nach oben schweben und die schönste Aussicht auf das Deutsche Eck genießen. 5000 Jahre Besiedlung, 3000 Jahre Befestigung, 800 Jahre kurtrierisches Machtzentrum am Rhein und schließlich preußische Festung vereinen so viele Geschichten und Historie, die Zeit brauchen, um alle erzählt zu werden. Dazu gibt es verschiedene Ausstellungen und spezielle Führungen sowie spektakuläre Feste und Veranstaltungen, wie zum Beispiel das alljährliche Festungsleuchten.

Der Rheinsteig beginnt auf der Terrasse des Biebricher Schlosses in Wiesbaden und endet nach 320 spannenden Kilometern auf der rechten Rheinseite auf dem Marktplatz in Bonn. Spannung meint hier vor allem Abwechslung und Erlebnis auf vorwiegend naturbelassenen Pfaden, die zu den schönsten Aussichtspunkten, Rheinorten, Burgen und Römertürmen führen.

Sieben Rundwege ergänzen das Wanderangebot rund um den Rheinsteig. Konzipiert als Halbtages- oder Tagestour mit Weglängen zwischen rund acht und 21 Kilometern sind der Fürstenweg, die Loreley-Extratour, die Rauenthaler Spange, die Wäller-Touren Klosterweg und Isarbachschleife sowie die Traumpfade Saynsteig und Waldschluchtenweg abwechslungsreiche Rundwanderwege.

Der RheinBurgenWeg führt auf der linken Seite des Flusses auf rund 200 Kilometern von Burg zu Burg zu Orten, die von Wanderern als Rastplätze und fantastische Aussichtspunkte geschätzt werden. Um diese Plätze ranken sich viele Anekdoten aus alter Zeit, als die Raubritter das Rheintal in Angst und Schrecken versetzten. Von den Bergfrieden ist die Aussicht grandios und die bereits gegangene Strecke leicht zu überschauen. Besonders schön ist der Ausblick von den Zinnen der Burg in Oberwesel. Es lohnt sich immer wieder von den Rheinhöhen in das Tal hinabzusteigen, um durch die alten Gassen der Weinorte zu schlendern, in den Winzerstuben bei Riesling mit Flammkuchen einzukehren und sich in Museen oder Burgen in die Zeit des Mittelalters oder Napoleons zu vertiefen.

Vom RheinBurgenWeg aus stehen noch 15 weitere Rundwanderungen zur Auswahl. Dazu gehören die Traumpfade Wolfsdelle und Rheingoldbogen, die Traumschleifen Elfenlay, Marienberg, Hasenkammer, Fünfseenblick, Ehrbachklamm und Rheingold. So wie die beiden Fernwanderwege sind auch die Rundwege gut ausgeschildert und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

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