11.01.2023

Ausonius weist den Weg

Hunsrücker Jakobsweg auf der Römerstraße


Von Bingen quer über den Hunsrück bis nach Trier verläuft der 120 Kilometer lange Ausoniusweg. Der römische Gelehrte verlieh der Wanderstrecke den Namen, denn 368/369 n. Chr. reiste er im Gefolge des römischen Kaisers Valentinian nach einem Alemannenfeldzug auf diesem Wege vom Rhein über das Mittelgebirge bis zur Mosel. Ausonius wurde an den Kaiserhof nach Trier berufen, um dort eine Stelle als Lehrer und Erzieher von Valentinians ältestem Sohn Gratian anzutreten. Die Eindrücke seiner Reise schrieb er im Werk „Mosella“ nieder, bis heute die älteste Reisebeschreibung einer deutschen Landschaft.

Jakobsmuschel leitet Pilger bis nach Trier

In großen Teilen auf der Originaltrasse der ehemaligen Römerstraße zeigt der Ausoniusweg eindrucksvoll, wie die Römer Straßen bauten: schnurgerade und nicht immer bequem für Mensch und Ross. Seit dem 11. Jahrhundert ist belegt, dass die Strecke auch als Pilgerweg genutzt wurde. Parallel zur bestehenden Wanderwegbeschilderung ist der Ausoniusweg deshalb auch als „Hunsrücker Jakobsweg“ ausgeschildert. Die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund leitet Pilger so über die gleiche Route bis in die Römerstadt Trier.

In sechs Etappen durchquert der Hunsrücker Jakobsweg dichte Wälder und blühende Wiesen, er führt zu Orten der Stille und zu beeindruckenden Aussichten, wie zum Beispiel von der Burg Klopp in Bingen, vom Ohligsberg oder vom Römerturm bei Dill. Teilstücke der römischen Originaltrasse sind bei Kirchberg zu sehen. Römische Geschichte atmen auch der Nachbau des Delta-Spiels an der Ausoniushütte bei Dill, die beeindruckenden keltisch-römischen Exponate aus dem Gräberfeld des „Vicus Belginum“ im Archäologiepark Belginum bei Morbach-Wederath und die römischen Monumentalbauten in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Unterwegs wird die Wanderung von zehn Informationstafeln mit Lesenswertem und Lehrreichem aus der Römerzeit und dem Leben des Ausonius begleitet.

Die kostenlose Augmented Reality App „ARGO“ (www.ar-route.eu) macht historische Bauwerke vor Ort wieder lebendig. Acht Stationen am Ausoniusweg, unter anderem in Kirchberg, bei Dill, am Belginum oder in Elzerath, werden mit dieser AR-Anwendung digital rekonstruiert und können über das Smartphone direkt am ursprünglichen Standort dreidimensional betrachtet werden.

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/hunsrueck sowie  www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de/ausoniusweg-bingen-trier

Weitere Informationen zu den Ausflugszielen unter www.rlp-tourismus.com/de/Burg-Klopp_Bingen-am-Rhein, www.rlp-tourismus.com/de/Roemerturm_Dill und www.rlp-tourismus.com/de/Archaeologiepark-Belginum_Morbach-Wederath

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Kategorien: Pressedienst, Hunsrück, Wandern, Kultur,

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