19.08.2020

Die Eifel - Vulkane, Maare und die Teufelsschlucht

Vom Gott des Feuers zu ruhigen Kraterseen und Wanderwegen


(rpt) Die Eifel ist das Land der Vulkane, Wälder und Maare. Vulcanus heißt der Gott des Feuers und des Schmiedens in der römischen Mythologie. Seine Werkstatt hat er unter dem Ätna, aber eine Zweigstelle des himmlischen Handwerksmeisters muss auch unter dem Laacher See sein. Dort ist es heißer als anderswo in Mitteleuropa. 500 000 Jahre lang war das Vulkangebiet der Eifel aktiv, zuletzt vor rund 13 000 Jahren. Damals brach der Laacher-See-Vulkan aus und bescherte großen Teilen Mitteleuropas einen Ascheregen. Die Eruption schleuderte Bims und Ascheteilchen bis 30 Kilometer weit in den Himmel. Der so entstandene Laacher See ist der größte in Rheinland-Pfalz.

Aus der langsam abkühlenden Magmakammer im Untergrund entweicht ständig Kohlendioxid, das in feinen Spalten und Rissen aufsteigt. Im Laacher See sind die aufsteigenden und im Wasser brodelnden Gasbläschen immer noch zu sehen. Da beruhigt der Blick vom See auf die gewaltige Basilika der Benediktinerabtei Maria Laach. Sie wurde hauptsächlich aus den vulkanischen Gesteinen der Umgebung gebaut. Vom Kloster aus führt ein 13 Kilometer langer Rundweg um den See, an dem mehrere Informationstafeln des Vulkanparks Brohltal/Laacher See aufgestellt sind.

Wo heute zwischen Aachen, Koblenz und Trier romantische Täler, kreisrunde Kraterseen und von stattlichem Rotbuchenwald bedeckte Basaltkuppen die Kulturlandschaft bestimmen, schäumte vor 400 Millionen Jahren ein riesiges subtropisches Meer. In der Vulkaneifel brodelt es immer noch kräftig: Bis zu einer Million Tonnen Kohlensäure zischen pro Jahr an die Erdoberfläche. Etwa 100 der versteckten Quellen, auch Drees oder Born genannt, sind frei zugänglich. Jeder kann sich das Mineralwasser in Flaschen abfüllen und mitnehmen. Der ungewohnt intensive Geschmack des Lebenselixiers geht auf die hohen Anteile an Eisenoxid, Magnesium oder Kalzium zurück, für viele Kenner der besondere Kick.

Unter Donnergetöse entstanden, sind die Maare heute eine Oase der Ruhe. Die Heimatdichterin Clara Viebig nannte sie die blauen Augen der Eifel. Viele dieser fischreichen Seen stehen unter Naturschutz. Spaziergänger freuen sich an Teppichen von Seerosen, seltenen Pflanzen und Wasservögeln. Einige sind fürs Angeln, Schwimmen und Rudern freigegeben. So auch das Schalkenmehrener Maar, das eingebettet von Ginster und Heide zwischen fruchtbaren Feldern von Booten und Badenden bevölkert wird. Im Unterschied zu anderen Maaren hat es einen Abfluss. Wenn dieser fehlt, reguliert sich die Höhe des Wasserspiegels nur über Verdunstung und Niederschlag. Maare gibt es am häufigsten nahe der schönen alten Stadt Daun, die wegen ihres Heilklimas in 450 Meter Höhe Kurort ist.

Der Teufel nahm es mit der Geologie nicht immer so genau. Er fuhr in seiner jähzornigen Art dazwischen, spaltete Felsen und warf die überzähligen Brocken ins Tal hinunter. Sollten die Menschen doch sehen, wie sie damit zurechtkommen. So soll der Sage nach auch die Teufelsschlucht bei Ernzen im Naturpark Südeifel entstanden sein. Sie ist ein Wunderwerk der Natur. Über 20 Meter tief sind die Felsspalten – und häufig kaum mehr als einen Meter breit. Schmale Sandsteintreppen führen durch sie hindurch, unterqueren Klüfte, zwischen denen noch Gesteinsblöcke klemmen. In den Felsnischen wachsen Flechten und Moose, suchen Baumwurzeln verzweifelt ihren Weg ins Erdreich. Drei schöne Teufelspfade in unterschiedlicher Länge erschließen die Natur. Allesamt sind sie markiert mit den Insignien der Hölle, kleinen roten Teufelshörnchen, die den Weg weisen.

Der Eifelsteig ist ein Wanderweg, der eine ganze Landschaft abbildet. Er verbindet die alte Grenzstadt Aachen mit dem römischen Trier und durchquert dabei auf 312 Kilometern ein Mittelgebirge, das abwechslungsreicher nicht sein könnte. 15 Etappen mit 15000 Höhenmetern hat man am Ende bewältigt. Felsen und Wasserläufe sind die ständigen Begleiter auf dem Eifelsteig, Wälder und Wiesen, Höhlen und Vulkane, die den Kampf der Elemente widerspiegeln.

Sich Zeit für den Genuss zu nehmen, ist eine unserer wertvollsten Fähigkeiten, die wir zu oft vernachlässigen. Daran knüpft das Muße-Pfad-Projekt des Natur- und Geoparks Vulkaneifel an, das zum Müßiggang im besten Sinne des Wortes auffordert. In der Landschaft aus Vulkanen, Maaren, Wald und Felsen gibt es sechs Vulkanpfade, die gleichzeitig auch Mußepfade sind. Der Genuss, sich Zeit zu nehmen für Landschaft, Leute und Geschichten ist die Philosophie der Wege. Große rote Tafeln markieren jeden Mußeplatz. Auf diesen Erlebnislandkarten erzählen jene die Geschichten, von denen man es am wenigsten erwartet hat: das Feuer, die Luft, das Wasser, der Wald, das Maar, der Tuffwall oder die Kraniche, denn jeder der Muße-Pfade widmet sich einem dieser Themen.

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