17.08.2022

Zeitreise zum Erzbergbau in der Eifel

Erlebnisreiche Führungen in den Gruben „Bendisberg“ und „Wohlfahrt“


(rpt) Tief hinab geht es unter die Erde, immer weiter in den Berg hinein. Es ist merklich kühler dort unten. In der Eifel kann man die spannende Welt unter Tage das ganze Jahr über erkunden, doch jetzt im Sommer, wenn die Temperaturen hoch sind, ist eine Reise in die Stollen auch eine willkommene Abkühlung. In der „Grube Wohlfahrt“ in Hellenthal-Rescheid oder im Besucherbergwerk “Grube Bendisberg” in Langenfeld erfahren die Besucher, wie in der Eifel Erz abgebaut wurde. Beide Gruben bieten unterschiedliche Führungen zur Geschichte des Erzabbaus an.

Führung im Schein alter Grubenlampen

Über eine Treppe gelangen die Besucher in der „Grube Wohlfahrt“ zum „Tiefen Stollen“, der mit einem Seitenstollen auf etwa 900 Metern als Besucherbergwerk erschlossen ist. Dort sind Relikte des Bergbaus vom ausgehenden Mittelalter bis zum 19. und frühen 20. Jahrhundert, in dem noch mit Schwarzpulver gesprengt wurde, zu sehen. In Rescheid fuhr im frühen 20. Jahrhundert die erste und einzige elektrische Grubenbahn der Eifel. Täglich finden um 11 und 14 Uhr Führungen durch das Besucherbergwerk statt. Ein besonderes Grubenabenteuer gibt es jeden ersten Donnerstag im Monat ab 19.30 Uhr: Bei dieser Sonderführung erscheint die Grube im wahrsten Sinne des Wortes in einem ganz anderen Licht, nämlich im Schein alter Grubenlampen.

Abenteuerliche Wendeltreppe zum Tiefen Eisenheld-Stollen

In der “Grube Bendisberg” erklangen schon 1827 die ersten Glück Auf!-Rufe. Bis 1957 wurde auf fünf Ebenen Blei- und Zinkerz abgebaut. Als einziges Besucherbergwerk in der Eifel bietet die “Grube Bendisberg” die Möglichkeit an, Erzgänge aus der Zeit der Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges zu besichtigen. Heute sind die engen Stollen, Sprengstoff- und Haspelkammern, Schächte und Erzgänge für die Öffentlichkeit zugänglich und können auf drei verschiedenen Ebenen besucht werden: dem Oberen, Mittleren und Tiefen Eisenheld-Stollen. Neben der 1,5-stündigen Standardführung werden weitere, ausführlichere Führungen - zum Teil mit Schachtbefahrung - angeboten. Bei der zweistündigen Arschleder-Führung geht es beispielsweise noch etwas weiter in den Mittleren Eisenheld-Stollen hinein als bei der Standardführung. Ein echtes Abenteuer erwartet die Gäste bei den Führungen in die Maschinenkammer und der Tour durch drei Stollen: 270 Stufen führt eine Wendeltreppe 53 Meter tiefer auf die Sohle des Tiefen Eisenheld-Stollens. Auf zum Teil schlammigen Wegen gibt es dort alte Abbaustellen im Erzgang zu besichtigen. Achtung: Es kann schmutzig werden.

Die “Grube Bendisberg” ist ganzjährig geöffnet. An Wochenenden und Feiertagen finden Führungen um 11, 14 und 16 Uhr statt. Für beide Gruben werden festes Schuhwerk beziehungsweise Gummistiefel und wärmende Kleidung empfohlen. Zum Teil sind für die Führungen Voranmeldungen erforderlich.

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/eifel und www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Besucherbergwerk-Grube-Wohlfahrt_Hellenthal/infosystem.htmlhttps://www.rlp-tourismus.com/en/infosystem/infosystem/Besucherbergwerk-Grube-Bendisberg-in-Langenfel/infosystem.html

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