24.11.2021

Der lange Weg zum Geläut

Museumstipp für den Advent: Glockengießerei Mabilon in Saarburg mit "Jingle Bells Weihnachtsmarkt"


(rpt) Langsam fließt die Bronze durch die schmale Rinne. Die weißglühende Masse sucht sich ihren Weg hin zu den Glockenformen in der Gießgrube. Diese sind fest in der Erde eingegraben, damit das heiße, flüssige Metall die Form nicht sprengt. Ein ergreifender Moment, bei dem der Geistliche, der die Glocke bestellt hat, und der Glockengießermeister ein Gebet sprechen.

Gießerei im Jahr 1770 gegründet

Heute ist in der Glockengießerei Mabilon in Saarburg allerdings keine heiße Bronze mehr zu sehen, sondern eine Lichtinstallation. Sie veranschaulicht Besuchern, wie es bei diesem Handwerk in früheren Zeiten zuging. Bis 2003 war dort noch der Betrieb am Werk, den Urbain Mabillot 1770 gegründet hatte. Bis zu fünf Tonnen schwere Glocken reisten über die Jahrhunderte von Saarburg aus in alle Welt. 

Mittlerweile kommen umgekehrt die Besucher von überall her in das Museum Glockengießerei, das in den Räumen des Traditionsunternehmens untergebracht ist. Man kann es mit einem Audioguide oder bei einer Führung erkunden. In der Gießhalle mit ihren alten Öfen, Gießgruben und Glockenformen erfahren Besucher viel Interessantes über das Handwerk, das zu den ältesten der Welt zählt. 

Den Glockenton berechnen

Im ersten Schritt müssen die Experten den Glockenton berechnen, der vom Verhältnis zwischen der Höhe, dem Umfang und der Wandstärke abhängt. Anschließend wird das Profil gezeichnet, die Form gemauert und der Hohlraum mit flüssigem Metall gefüllt. Einige Tage dauert es, bis es abgekühlt ist und die Glocke zum Vorschein kommt. Wer im Museum einmal erfahren hat, wie komplex die Herstellung ist, wird das Glockengeläut am Kirchturm zuhause künftig sicher mit anderen Ohren wahrnehmen. 

Kultur im Industriedenkmal

Das außergewöhnliche Ambiente wird außerdem unter dem Namen KulturGießerei für Veranstaltungen genutzt. Am 5. Dezember 2021 können Besucher dort eine Inszenierung der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens erleben: „The Christmas Carol Adventure Tour“ zeigt ihnen an verschiedenen Orten in der ehemaligen Glockengießerei fünf Szenen und Interpretationen der bekannten Geschichte. Am Wochenende 11. und 12. Dezember 2021 will der „Jingle Bells Weihnachtsmarkt“ im Industriedenkmal die Gäste ins 19. Jahrhundert zurückversetzen – mit entsprechendem Angebot der Kunsthandwerker und einem abwechslungsreichen Programm. 

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/mosel sowie unter www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/KulturGiesserei_Saarburg/infosystem.html und unter www.rlp-tourismus.de/winter-in-rheinland-pfalz

 

Kontakt

Christina Ihrlich

Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 0 261-91520-16
ihrlich@rlp-tourismus.de

Jennifer Hauschild

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 0 261-91520-17
hauschild@rlp-tourismus.de

Victoria Mölich

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 0 261-91520-51
moelich@rlp-tourismus.de

Ute Maas

Assistentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 0 261-91520-45
maas@rlp-tourismus.de

Weitere Informationen

Mosellandtouristik GmbH

Kordelweg 1

54470 Bernkastel-Kues

Tel.: +49 6531 97330

Fax.: +49065319733-33

info@mosellandtouristik.de

www.visitmosel.de

Kategorien: Pressedienst, Freizeittipp, Mosel, Kultur,

Ähnliche Meldungen

Der Krippenbauer aus der Pfalz

24.11.2021 Lutz Kuhl aus Annweiler am Trifels fertigt Kunstwerke für die Weihnachtszeit

Gläserner Glanz am Weihnachtsbaum

24.11.2021 In Monschau in der Eifel pflegt eine Glashütte das uralte Handwerk

In der Zuckerbäckerei

24.11.2021 Bonbon-Willi in Bernkastel-Kues zaubert handgemachte Süßigkeiten

Licht im winterlichen Dunkel

24.11.2021 Eine Manufaktur in der Vulkaneifel stellt zauberhafte Kerzen her