17.08.2022

Dachschieferabbau im Moseltal

Bergbaugeschichte und Fledermäuse im Nossertal


(rpt) Das Besucherbergwerk Barbara-Hoffnung liegt im Nossertal nahe der Mosel zwischen den Orten Fell und Thomm. Es vereint zwei übereinander liegende, für die Region typische Dachschiefergruben aus der Jahrhundertwende. In großen Abbaukammern wurde der hochwertige Schiefer damals unter schwierigen Bedingungen abgebaut. Beim Bau des Besucherbergwerks 1997 verband man die beiden besonders interessanten Gruben „Barbara“ und „Hoffnung“ mit einem schrägen Schacht. Seitdem können die Besucher die ausgedehnten unterirdischen Stollen, Förderstrecken, die imposanten Abbaukammern, Rollschächte und die mächtigen Bergmauern besichtigen und sich ein Bild von der risikoreichen, harten Arbeit der Leyenbrecher machen. Untertage aufgestellte Figuren demonstrieren wirklichkeitsnah den historischen Schieferabbau zwischen 1850 und 1968.

Fledermaustest und Historie im Informationszentrum

Hoffnung“ war die letzte Grube, die in Fell stillgelegt wurde. Der letzte Betreiber, Nikolaus Becker aus Fell – wegen seiner Tätigkeit als Sprengmeister „Opa Bumm“ genannt – gewann in der Schlussphase der Grube immer noch hochwertige Schieferplatten und Schiefer-Blendsteine. Das Informationszentrum und Museum wurde 2013 eröffnet. Zu den naturkundlichen Besonderheiten von Fell gehören 16 Arten von Fledermäusen, die zum größten Teil im Bergwerk überwintern. Besucher können an einem Spielgerät ausprobieren, wie es sich anfühlt, kopfüber von der Decke zu hängen. Eine Fledermaus hält das monatelang aus, die meisten Besucher nur wenige Minuten.

Eine Führung unter Tage bei einer konstanten Temperatur von 12 bis 13 Grad Celsius dauert eine gute Stunde. Das Besucherbergwerk liegt direkt am Grubenwanderweg, der an zehn Schiefergruben und Steinbrüchen vorbeiführt und die Geschichte des Bergbaus im Nossertal erklärt. Als Ausgangspunkt der Traumschleife „Schiefer-Wacken-Weg“ eignet sich das Bergwerk ideal für Wanderungen in die Seitentäler der Mosel oder entlang der alten Schiefergruben.

Das Besucherbergwerk ist Dienstag bis Sonntag und an allen Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen finden täglich ohne Anmeldung im Abstand von ca. 45 Minuten statt. Von November bis März ist das Bergwerk geschlossen. 

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/mosel und www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Besucherbergwerk-Fell_Fell/infosystem.html

Kontakt

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hauschild@rlp-tourismus.de

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