Wacholderheide

Woppenroth · Hunsrück

Über Jahrhunderte hinweg dienten die Heideflächen mit ihren Wacholderbeständen vornehmlich zum Fang der Wacholder-drosseln. Die Wacholderhecken boten für die Vögeln den opti-malen Lebensraum. Früher galten die Wacholderdrosseln als Delikatesse. Mit Netzen und Schlingen rückten die Vogelfänger den Drosseln zu Leibe. Alte Urkunden belegen, dass noch 1886 insgesamt 2.240 Wacholderdrosseln in der Region gefangen wurden. Zwei Jahre später, im März 1888, bereitete ein Gesetz zum Schutze der Vögel dem Vogelfang auf dem Hunsrück das Ende. Ursprünglich reichte die Woppenrother Heide bis an das Dorf. Doch durch intensive Aufforstung und die Industrialisie-rung der Landwirtschaft im 19. Jahrhundert wurde die Bewei-dung der Heide verdrängt - sie verbuschte allmählich. Im 20. Jahrhundert führte der Einsatz von Dünger dazu, dass auch magere Heideflächen, die bisher keinen Ertrag lieferten, zu Acker-land gemacht wurden.
Mit viel Aufwand wurde die Woppenrother Wacholderheide 2006 durch das Forstamt Simmern renaturiert. Die Dauerpflege wird auch mit Hilfe von heimischen Schäfern durchgeführt, deren Tiere die Heide beweiden und deren Fleisch als besonders hochwertiges „SooNahe-Produkt“ vermarktet wird. Daraus entstand die Idee, die Wacholderheide als Naturobjekt der Region zu präsentieren. Um die Wacholderheide in das Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern, wird seit 2006 alle zwei Jahre am ersten Sonntag im September das Wacholderheidefest rund um die Schutzhütte gefeiert.

Wacholderheide direkt am Wanderparkplatz an der L 162.

Weitere Informationen:
Tourist-Information Kirchberg (Hunsrück), Tel. 06763/910144
www.kirchberg-hunsrueck.de

Wacholderheide


Wacholderheide bei Woppenroth
Wanderparkplatz an der L162
55490 Woppenroth

Ganztägig