Ehemalige Adelshöfe

Ingelheim am Rhein · Rheinhessen

Der untere Bereich der Stiegelgasse und die Edelgasse bildeten einen der frühen Siedlungskerne von Ober-Ingelheim. Hier konzentrierte sich eine bedeutende Zahl prominenter Adelssitze, die meist als Einzelhöfe mit weitläufigen Gärten bzw. Parkflächen errichtet wurden.

Das Anwesens Stiegelgasse 65 mit dem Bodepark, war einst Sitz derer von Beuser, einer der zwei Linien des schon früh erwähnten Ingelheimer Rittergeschlechtes. Um 1837 entstand an dieser Stelle unter Einbeziehung älterer Bausubstanz die Hofanlage des Wein- und Essighändlers Philipp August Gebhard. Das villenartige, herrschaftliche Wohnhaus steht noch in spätbarocker Bautradition. Die Villa und der Park sind heute nach dem späteren Besitzer Adolf Bode benannt.

Stiegelgasse 50, in der jetzigen Baugestalt von 1733, galt von alters her als Stammsitz der Grafen von Ingelheim.

Im barocken Eckhaus Stiegelgasse/Edelgasse Nr. 1 saßen die Wölfe von Sponheim, später die Herren von Wallbrunn.

Das Gut Edelgasse 5 war, einem prächtig erhaltenen Ehewappen am Torbogen zufolge, 1614 Eigentum des Wolf Philipp Hund von Saulheim und seiner Frau Anna Katharina, geb. von Rodenstein. Im Hof befindet sich ein Teil eines römischen Weihesteins aus dem 2./3. Jahrhundert.

Der aufragende Renaissancebau der Stiegelgasse 48 war ab dem Ende des 15. Jhs. bis Anfang des 19. Jhs. Wohnsitz der Herren Horneck von Weinheim. Von 1834 bis 1865 diente dieses Gehöft als Domizil des rheinhessischen Abgeordneten für die Frankfurter Paulskirchenversammlung Dr. Martin Mohr. 1962 bis 1967 wohnte hier der spätere Bundespräsident Richard von Weizsäcker.

Ehemalige Adelshöfe


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