Alte Schule aus dem Jahr 1890

Offstein · Rheinhessen

Als Offstein im Jahre 1816 hessisch wurde, bestanden hier 3 Volksschulen:
 - die reformierte Schule; von 1587 bis 1822, falls die Lehrstelle unbesetzt war mussten die Schulkinder nach Heppenheim a.d.W. zur dortigen refomierten Schule
 - die lutherische Schule; von 1710 bis 1822. Sie wurde auf eigene Kosten von der Kirchengemeinde finanziert
 - die katholische Schule

Die reformierte und lutherische wurden 1822 zur evangelischen Schule zusammengefasst. Im Jahr 1829 wurden alle Schulen ohne Unterschied der Konfession zur "christlichen Gemeindeschule" vereinigt. Diese bestand aus 2 Abteilungen: der ersten Schule, die ein evangelisch Lehrer und der zweiten Schule, die ein katholisch Lehrer zu versehen hatte.

Laut einem Bericht von Bürgermeister Kaege vom 16. April 1824 fand der Unterricht im alten Rathaus statt. Er regt die Errichtung eines Schulhauses bzw. die Einrichtung der lutherischen Kirche (heute evangelische Kirche) als Schulhaus an. Es kam nicht dazu, man richtete den Saal der Wirtschaft Heilmann (Römer, Bahnhofstr. 2) zum Unterrichtsraum als Ersatz her.

Die Bevölkerung Offsteins wuchs weiter, ein zeitgemäßes funktionales Schulhaus musste gebaut werden. Ende 1890 entstand das Gebäude in der Neu-Offsteiner Straße 24 unter der Leitung des Maurermeisters Johann Schneider lll. aus Offstein.

Dieses Schulhaus hatte 3 Unterrichtsräume und eine Lehrerdienstwohnung. Drei Lehrer unterrichteten die Kinder.

Die "alte Schule" von 1890 wurde von der Gemeinde als Wohngebäude hergerichtet und vermietet. Sie wurde im Jahr 2010 verkauft.

Erstellt nach dem Bericht von Lehrer Fritz Klinger "1200 Jahre Offstein" von 1971
Zusammngestellt von Erich Weber

Alte Schule aus dem Jahr 1890