18.11.2020

Luther, Hagen und Heidentürme

Stadtrundgang durch die Nibelungenstadt Worms am Rhein

(rpt) In Worms weisen Infostelen beim Stadtrundgang den Weg durch zwei Jahrtausende. Los geht es an der Rheinpromenade, wo Hagen von Tronje der Sage nach den legendären Nibelungenschatz auf Nimmerwiedersehen im Rhein versenkte. Daran erinnert ein bronzenes Denkmal. Der mächtige Torturm wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Nibelungenstil erbaut.

Die alte Stadtmauer ist nur zehn Minuten entfernt. Direkt neben dem Nibelungenmuseum verdient die Pforte Beachtung, durch die Martin Luther die Stadt betreten haben soll.

Die erste der sieben Kirchen im Zentrum der Stadt – keine davon später als 1744 erbaut – ist nur einen Katzensprung entfernt: St. Paul ist eine Hallenkirche mit Dominikanerkloster aus dem 11. bis 13. Jahrhundert mit sehenswertem Dalberghochaltar und gotischem Kreuzgang. Die orientalisch anmutenden Türme sind eine Besonderheit der Region und werden auch „Heidentürme“ genannt.

Martin Luther und der Reichstag zu Worms

Auf dem Weg zum Marktplatz geht es vorbei an der barocken Dreifaltigkeitskirche und zur Magnuskirche, eine schlichte Einraumkirche, die in karolingischer Zeit errichtet wurde. Der malerische Innenhof auf der anderen Seite des Weckerlingplatzes hat einen bemerkenswert schönen Kreuzgang. Dort ist vom 17. April bis 31. Oktober 2021 die Landesausstellung „Hier stehe ich – Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ geplant, die an den Wormser Reichstag vor 500 Jahren erinnert, auf dem sich Luther weigerte, seine reformatorischen Thesen zu widerrufen.

Höhepunkt des Stadtrundgangs ist der Dom St. Peter. Die romanische Basilika stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert und gehört neben den Domen in Mainz und Speyer zu den Kaiserdomen am Rhein. Ein Hingucker ist der barocke Hochaltar von Balthasar Neumann. Am nördlichen Kaiserportal soll der Streit zwischen den Nibelungen-Königinnen Kriemhild und Brünhild stattgefunden haben, der in der Sage zur Ermordung Siegfried des Drachentöters und zum Untergang des burgundischen Reiches führte.

Heylshofpark und Lutherdenkmal

Gegenüber des Doms liegt, umgeben von einem Park, der Heylshof. Dort stand einst der Bischofspalast, der historische Schauplatz der Begegnung zwischen Kaiser Karl V. und Martin Luther auf dem Reichstag im Jahre 1521. Gedenkplatten im Heylshofpark erinnern an dieses Ereignis. In Sichtweite steht schräg gegenüber das 1868 errichtete Lutherdenkmal. Es zeigt den Mönch und Gelehrten im Kreis weiterer Reformatoren und ist eines der größten Lutherdenkmale der Welt.

Am Ende der Parkanlage im Adenauerring steht die romanische Basilika St. Martin aus rotem Sandstein mit schönem Westportal. Der Legende nach war der heilige St. Martin an dieser Stelle einst eingekerkert, weil er zum Christentum konvertierte und den Kriegsdienst verweigerte. Auf dem Ludwigsplatz vor der Kirche steht ein großer Obeliskenbrunnen zum Gedenken an Großherzog Ludwig von Hessen. Kirchen schrieben in Worms auch Weingeschichte. Die Liebfrauenkirche ist von Weinbergen umgeben und Namensgeber für den berühmten Wein „Liebfrauen Milch“.

Weitere Informationen unter www.gastlandschaften.de/rheinhessen

Kategorie: Pressedienst, Allgemeines 2020, Kultur, Rheinhessen

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