21.10.2020

Heldenhafte Hildegard

Ein Pilgerwanderweg führt auf die Spuren der berühmten Äbtissin

(rpt) Hildegard von Bingen (1098-1179) war eine der markantesten  Persönlichkeiten des Mittelalters. Eine Nonne, die es verstand, sich in  der Männerwelt durchzusetzen, und die in Vielem ihrer Zeit voraus war.  Sie wird heute verehrt als Philosophin, Musikerin, Theologin, Heldin,  Heilerin und Kräuterkundige. Entlang der Nahe und in Bingen am Rhein sind ihre Spuren besonders deutlich zu erleben.

Anfänge in Disibodenberg

Als Hildegard in Bingen am Rhein starb, war sie eine Berühmtheit, eine  Universalgelehrte, der die Mächtigen des Mittelalters Gehör schenkten.
Ein 137 Kilometer langer Pilgerwanderweg an der Nahe folgt heute ihrer Lebensgeschichte von Idar-Oberstein bis nach Bingen. Er führt über ihren möglichen Geburtsort  Niederhosenbach zum Kloster Sponheim, wo sie die Erziehung Jutta von Sponheims genoss und in Berührung mit den christlichen Lehren kam. Die wichtigste ihrer frühen Stationen  war jedoch der  Disibodenberg, ein Benediktinerkloster in einer ruhig gelegenen Ecke des  Nahelands.

Der Disibodenberg ist heute eine romantische Ruine, hoch über dem  Dorf Odernheim am Glan. Überragt von Bäumen stehen die alten  Klostermauern als steinerne Zeugen in der Landschaft. 40 Jahre lang  wirkte Hildegard einst hier, bis ihr endlich die Erlaubnis erteilt wurde, ein  eigenes Kloster zu gründen. Sie hatte sich durchgesetzt, wieder einmal,  mit Sack und Pack und ihren Mitschwestern zog sie nach Bingen am Rhein.

Eigenes Kloster in Bingen


Dort gründete sie auf einer Anhöhe das Kloster Rupertsberg, dessen Mauern heute aber nicht mehr stehen. Dafür verfügt Bingen mit  dem Museum am Strom über die größte Ausstellung zum Leben der Hildegard  von Bingen. Auf zwei Ebenen wird ihr Dasein in all seinen Facetten  beleuchtet, ergänzt um einen Hildegarten mit den wichtigsten  Heilkräutern aus dem naturkundlichen Werk „Physica“.

Sonderausstellung „Die Kaiserflüsterin“

Noch bis zum 31. Oktober 2021 ist im Museum am Strom, das in einem alten  Elektrizitätswerk direkt am Rheinufer untergebracht ist, die  Sonderausstellung „Die Kaiserflüsterin“ zu sehen. Dabei geht es um das  Zusammentreffen Hildegards mit Friedrich Barbarossa. In der nahen  Kaiserpfalz in Ingelheim sollen sich 1163 die beiden Superstars des  Hochmittelalters begegnet sein.  Auf der Grundlage neuer  wissenschaftlicher Erkenntnisse, mit Originaldokumenten und grafischen  Inszenierungen wird dabei ein spannendes Kapitel der Geschichte neu  beleuchtet.

Weitere Informationen unter  www.gastlandschaften.de/naheland  und www.gastlandschaften.de/rheinhessen .

Details zum Museum und zum Pilgerwanderweg unter https://www.gastlandschaften.de/infosystem/infosystem/Historisches-Museum-am-Strom_Bingen-am-Rhein/infosystem.html sowie unter https://www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de/de/tour/pilgerweg/hildegard-von-bingen-pilgerwanderweg/23348328/

Kategorie: Rheinhessen, Nahe, Allgemeines 2020, Wandern, Kultur

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