Prickelndes Vergnügen zum Jahresende – Besondere Sektgeschichten aus Rheinland-Pfalz

Pressedienst vom 20. Dezember 2022

Aus guten Weinen kann auch ein guter Sekt entstehen. In Rheinland-Pfalz gibt es viele hervorragende Winzer, die sich auf beides verstehen. Die Sektherstellung hat dort auch eine besonders lange Tradition. Bei Führungen durchs Sektmuseum in Koblenz, bei den Kupferberg-Terrassen in Mainz, im Keller von Schloss Wachenheim, in der Kulturgießerei Saarburg und bei den Winzern an der Nahe kann man mehr darüber erfahren – und Kostproben des Getränks genießen, das nicht nur an Silvester schmeckt.


20.12.2022

Perlende Vielfalt

Unterschiedliche Böden entlang der Nahe sorgen für facettenreichen Sektgenuss

Das Anbaugebiet entlang der Nahe bietet eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt der Böden. Ihre Beschaffenheit prägt wiederum den Geschmack der Trauben, die auf ihm wachsen und die entsprechend viele Nuancen entwickeln. Daraus kreieren die Winzer nicht nur ihre unverwechselbaren Weine, sondern auch besonderen Sekt. Von der Qualität der rund 350 Weinbau-Betriebe können sich Besucher vor Ort in den Vinotheken selbst überzeugen.

Etwas für jeden Geschmack

Zu verdanken ist die Vielfalt Vulkanausbrüchen und mächtigen Erdbewegungen in der Vergangenheit. Sie sorgten dafür, dass mehr als 180 verschiedene Bodenformationen entstanden sind. An der Nahe treffen Rheinisches Schiefergebige, Nahe-Hügelland, Nordpfälzer Bergland und Ausläufer des Mainzer Beckens aufeinander – jeweils mit ihrem eigenen geologischen Inventar. So finden sich unter anderem Böden mit Tonschiefer, Quarziten oder Tonmergel. Das wiederum gibt dem Winzer vielfältige Möglichkeiten, die Rebsorte mit dem passenden Boden zu kombinieren und verschiedene Nuancen im Wein und Sekt zum Klingen zu bringen, sodass die Nahe für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. 

Bodenvielfalt aktiv erleben

Die Vielfalt des Naheweins lässt sich nicht nur geschmacklich in den Vinotheken, sondern auch zu Fuß in der Natur entdecken. Die besonderen Lagen an der Nahe können zum Beispiel über den circa 95 Kilometer langen Weinwanderweg erkundet werden. Dieser verläuft von Kirn nach Bingen am Rhein. Der Weg ist in 6 Etappen unterteilt, sodass je nach Belieben  gewandert werden kann.

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/nahewww.weinland-nahe.de sowie www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de/de/tour/themenweg/weinwanderweg-rhein-nahe


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20.12.2022

Anstoßen im Sektmuseum

Im Kellergewölbe von Deinhard in Koblenz die Geschichte der Herstellung erleben

Eine Treppe führt zum Gewölbekeller, in dem historische Abfüllanlagen, Fässer und Rüttelbretter von der einstigen Sektherstellung erzählen. Der Keller liegt unter der Stadt Koblenz am Rhein, genauer gesagt unter dem Stammhaus der ehemaligen Sektkellerei Deinhard. Bis 1969 hat das Unternehmen hier seine perlenden Getränke hergestellt, die insbesondere im 19. Jahrhundert im In- und Ausland sehr gefragt und auch in Adelskreisen beliebt waren.

Von Koblenz nach New York und Kuala Lumpur

Nachdem die Kellerei Deinhard ihre Produktion in den 1960er Jahren nach Koblenz-Wallersheim verlegt hatte, richtete sie in einem kleinen Teil des insgesamt 45.000 Quadratmeter umfassenden Kellerareals ein Museum ein. Heute kann man dort im Schein der Kerzen zwischen Tausenden gestapelten Flaschen eintauchen in die Vergangenheit. Gästeführer erklären an Originalgeräten Schritt für Schritt den Weg vom Wein zum Sekt, was Dosage bedeutet und wie die Flaschen von Hand verkorkt wurden. An den Wänden hängen historische Werbeplakate, auf Holzkisten prangen Namen wie New York und Mombasa und zeugen davon, dass Deinhards Sekt bereits in früheren Zeiten weltweit gefragt war. Und natürlich gehört auch ein Glas des prickelnden Genusses zur Führung. 

Lebendige Sektgeschichte

Dass man diese Geschichte heute noch erleben kann, ist Michaela Rauch-Krist, Anja Staudt und Brigitte Dürr zu verdanken. Als Deinhard 2019 an einen neuen Besitzer überging, sollte das Museum geschlossen werden. Das wollten die Gästeführerinnen nicht hinnehmen, sondern auch diesen Teil der Stadtgeschichte lebendig halten. Deshalb haben sie es selbst in die Hand genommen und das Sektmuseum gepachtet. Bei ihren Führungen kann man nicht nur den historischen Produktionsstandort kennenlernen. Ihre Touren führen außerdem durch die Koblenzer Altstadt und sind gespickt mit historischen Geschichten und Gedichten zum Thema. 

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/romantischer-rheinwww.rlp-tourismus.com/de/veranstaltung/OEffentliche-Fuehrung-Koblenzer-Sektkmuseum und www.romantischer-rhein.de/wein-und-kulinarik/wein-verfuehrungen


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20.12.2022

Mit Gewölbekeller und Genießerlounge

Bau- und Sektkultur verbinden sich in der Pfalz auf Schloss Wachenheim und in Neustadt an der Weinstraße

Der Weg führt durch einen repräsentativen Torbogen hinein in den Hof von Schloss Wachenheim in der Pfalz: Das im 18. Jahrhundert bei Dürkheim errichtete Barock-Ensemble ist heute ein Kulturdenkmal, in dem lange Zeit aber auch Sekt hergestellt wurde. Der Weinhändler Georg Böhm hatte das Schloss 1880 gekauft. Seine Erben, die Brüder Friedrich und Ludwig Böhm, gründeten dort 1888 die „Deutsche Schaumweinfabrik in Wachenheim“. Heute gehört die Schloss Wachenheim AG zu den ältesten Sektkellereien Deutschlands und ist nicht nur der größte Produzent in der Pfalz, sondern auch weltweit einer der größten Hersteller von Sekt.

Wo ein Teil der Sekt-Editionen reift

Zum Schloss mit seinem Park, in dem 250 Jahre alte Bäume stehen, gehört eine Genießerlounge, in der Gäste die Sektspezialitäten verkosten und kaufen können. Bei Führungen lernt man die alten Gewölbekeller kennen, in denen heute noch ein Teil der Sekt-Editionen reift. Im Museum verdeutlichen historische Exponate außerdem, wie der perlende Genuss traditionell hergestellt wurde. Eine Verkostung rundet das besondere Erlebnis ab. Die Führungen finden regelmäßig von März bis Oktober statt, auf Anfrage können Gruppen auch ganzjährig eine Tour mit Sektprobe buchen.

Sektterrasse mit eigener Brotzeit

In Neustadt an der Weinstraße gehen Bau- und Sektkultur ebenfalls eine genussreiche Verbindung ein: Eine Villa aus der Gründerzeit mit Wirtschaftsgebäuden und Gewölbekellern ist Sitz der Heim’sche Privatsektkellerei. Ihre Vinothek ist in der Regel täglich außer sonntags geöffnet. Dabei macht der Familienbetrieb seinen Gästen in der warmen Jahreszeit ein besonders verlockendes Angebot: Von Mai bis Oktober können sie auf der Sektterrasse Platz nehmen und – wie in Münchner Biergärten üblich – zu den prickelnden Getränken aus der Vinothek ihre mitgebrachte Brotzeit genießen. Kellerführungen mit Sektproben sind buchbar für Gruppen ab 10 Personen. 

Führung mit „Weinlegenden-Sekt“

In Neustadt an der Weinstraße können Interessierte außerdem einen „Weinlegenden-Sekt“ verkosten. Jedes Jahr im November werden in der Stadt beim „Meininger‘s Finest 100“, einem Treffen renommierter Erzeuger und Sommeliers, zwei Weingüter als Weinlegenden ausgezeichnet. Jedes erhält eine bronzene Platte, die nach dem Vorbild des Hollywood Walk of Fame in den Boden der Fußgängerzone eingelassen sind. Bei der Führung „Weg der Weinlegenden“ erklären die Wein- und Kulturbotschafterinnen, was diese ausgezeichneten Betriebe so besonders macht. Anschließend dürfen die Teilnehmer eine Auswahl von sechs Weinen - darunter gesuchte Raritäten - und auch einen Weinlegenden-Sekt probieren. 

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/pfalz und www.pfalz.de/de/pfalz-geniessen/pfaelzer-wein/rund-um-den-wein/sekt-in-der-pfalz


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20.12.2022

Prickelnder Genuss seit mehr als 200 Jahren

In Rheinhessen wurde schon früh Sektgeschichte geschrieben

Heute kann man vielerorts in Rheinhessen köstlichen Winzersekt genießen, doch das war natürlich nicht immer so. Peter Gimbel, Kellermeister des Mainzer Kurfürsten, erlebte seinen ersten prickelnden Genuss Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich. Er war hingerissen davon und machte sich nach seiner Rückkehr sogleich daran, dieses Geschmackserlebnis auch in seiner Heimat zu ermöglichen – und zu übertreffen. Er experimentierte nach französischem Vorbild und kreierte den ersten rheinhessischen Winzersekt. 

60 Keller in sieben Etagen

Der „schäumende Wein“ entwickelte sich zum beliebten Getränk, die Nachfrage stieg. Deshalb gründete Christian Adalbert Kupferberg 1850 die „Fabrication moussierender Weine“ in Mainz am Rhein. Die Kellerei wuchs rasant und die vorhandenen mittelalterlichen Keller im Kästrich, einer Anhöhe über der Stadt, wurden zu klein. Seine Söhne erweiterten die Produktionsanlagen in großem Stil und bauten 1888 eine Kelleranlage, die schließlich 60 Keller in sieben Etagen unter der Erde umfasste. 

Traubensaal als Meisterwerk des Jugendstils

Die Produktion ist längst ausgelagert. Heute können Besucher dort eintauchen in die Unterwelt: Bei einer Führung lernen sie den historischen Fasskeller, die tiefsten Sektkeller der Welt und die Geschichte des Hauses kennen. Ein Highlight ist dabei der Traubensaal. Der Berliner Architekt Bruno Möhring hatte das Meisterwerk des Jugendstils, das mit Weinlaub, Trauben und Ranken geschmückt ist, für die Weltausstellung 1900 in Paris entworfen. Anschließend erwarb die Familie Kupferberg den Pavillon und ließ ihn originalgetreu in Mainz wiederaufbauen. Ein beliebter Ort für Trauungen und Veranstaltungen in historischem Rahmen, bei denen auch gerne mit einem Glas Winzersekt angestoßen wird. Die Kupferbergterrasse bietet darüber hinaus weitere schöne Räume für festliche Anlässe oder auch Tagungen und man kann sich auch im Restaurant verwöhnen lassen.

Erstes Bio-Sektgut Deutschlands

Der Winzersekt gehört bei vielen Weingütern inzwischen einfach dazu. Zu den besten Sekterzeugern Deutschlands zählt Volker Raumland in Flörsheim-Dalsheim: Als erstes reines Sektgut wurde es in den erlauchten Kreis des VDP, des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter, aufgenommen.

Mit der 2011 in Osthofen nahe Worms gegründeten Bio-Sektmanufaktur Strauch liegt auch die erste bio-zertifizierte Sektkellerei Deutschlands in der Region. In ihrer Manufaktur, die in der Regel täglich außer sonntags geöffnet ist, kann man mehr über die Philosophie des Winzer-Ehepaars erfahren. 

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/rheinhessen und www.rheinhessen.de/wein-und-genuss


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20.12.2022

Der Klang von Glocken und Gläsern

Genießer-Tour mit Sektprobe im Museum Glockengießerei Mabilon in Saarburg

Glockengießen und Weinbau sind zwei Handwerkskünste, die in Saarburg eine lange Tradition haben. Seit mehr als 2000 Jahren werden an der Saar Weinreben kultiviert und ab 1770 arbeitete in der Stadt eine Glockengießerei, deren bis zu 5 Tonnen schwere Produkte über Jahrhunderte in alle Welt reisten. Die Räumlichkeiten befinden sich unterhalb der historischen Burganlage aus dem 10. Jahrhundert. Heute erzählt das Museum Glockengießerei Mabilon davon, wie aufwendig es ist, eine Glocke herzustellen. Eine der Führungen durchs Museum, die „GenießerTOUR mit Sektvergnügen“, verbindet die beiden uralten Handwerke. Und auch das hat seine Geschichte: Die Familie Mabilon besaß früher nicht nur die Glockengießerei, sondern dazu einige Weinberge in der Region.

Sektgenuss in vergangenen Zeiten

Die Teilnehmer lernen bei der Tour die Werkstätten, alten Öfen, Gießgruben und Glockenformen kennen. Der Guide erklärt, was Glocken und Sekt gemeinsam haben und stellt Verbindungen mit Kunst, Literatur und Musik her. Außerdem serviert er Wissenswertes rund um den Sektgenuss in vergangenen Zeiten sowie zum Weinbau an der Saar und Mosel. Und nicht zuletzt dürfen die Gäste zum Läuten der Glocken mit ihren Sektgläsern anstoßen und hören, ob die Klänge harmonieren.

Der Geschmack des „Glockengießer-Sekts“

An drei Stationen probieren sie während der Führung verschiedene „Glockengießer-Sekte“: als Cuvée, Rosé und Pinot brut. Dafür hat sich Wolfgang Matthes, verantwortlich für das Museum Glockengießerei Mabilon, eigens auf die Suche nach einem Weingut gemacht, das einen solchen Glockengießer-Sekt anbietet. Fündig wurde er zwar nicht an der Saar, aber am Neckar beim Weingut Berthold. „Es geht zurück auf einen Wandergießer aus dem 12. Jahrhundert namens Berthold von Sulm, der schon in Gelnhausen, der alten Reichshauptstadt der Staufer-Kaiser, Glocken gegossen hat“, erklärt Matthes. Aus diesem Grund lernen die Gäste bei der Führung auch mehr über den Unterschied zwischen den Anbaugebieten am Unteren Neckar und an Saar und Mosel, während sie das Bukett ihres prickelnden Getränks genießen. 

Weitere Informationen zur Region unter www.rlp-tourismus.de/mosel , www.moselregion.com/wein-kultur/wein und www.rlp-tourismus.com/KulturGiesserei_Saarburg 


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