Rheinland-Pfalz Undercover - Schätze unter der Erde

Pressedienst vom 17. August 2022

Tief unter der Erde gibt es in Rheinland Pfalz verborgene Schätze zu entdecken: funkelnde Edelsteine bei Idar-Oberstein im Steinkaulenberg, fossile Meereswellen in der Eisenerzgrube Nothweiler in der Pfalz, und Dachschiefergruben im Moseltal. Eine Besichtigung ist eine willkommene Abkühlung an heißen Sommertagen. Enge Stollen, Schächte und Erzgänge sind in den Besucherbergwerken in Rheinland-Pfalz bei Führungen geöffnet. Im Kupferbergwerk Fischbach geht man durch eine 100 Meter lange und bis zu 30 Meter hohe Halle unter der Erde. Informationszentren und Museen informieren über die Geschichte der Bergwerke und das schwere Leben der Bergleute.


17.08.2022

Zeitreise zum Erzbergbau in der Eifel

Erlebnisreiche Führungen in den Gruben „Bendisberg“ und „Wohlfahrt“

(rpt) Tief hinab geht es unter die Erde, immer weiter in den Berg hinein. Es ist merklich kühler dort unten. In der Eifel kann man die spannende Welt unter Tage das ganze Jahr über erkunden, doch jetzt im Sommer, wenn die Temperaturen hoch sind, ist eine Reise in die Stollen auch eine willkommene Abkühlung. In der „Grube Wohlfahrt“ in Hellenthal-Rescheid oder im Besucherbergwerk “Grube Bendisberg” in Langenfeld erfahren die Besucher, wie in der Eifel Erz abgebaut wurde. Beide Gruben bieten unterschiedliche Führungen zur Geschichte des Erzabbaus an.

Führung im Schein alter Grubenlampen

Über eine Treppe gelangen die Besucher in der „Grube Wohlfahrt“ zum „Tiefen Stollen“, der mit einem Seitenstollen auf etwa 900 Metern als Besucherbergwerk erschlossen ist. Dort sind Relikte des Bergbaus vom ausgehenden Mittelalter bis zum 19. und frühen 20. Jahrhundert, in dem noch mit Schwarzpulver gesprengt wurde, zu sehen. In Rescheid fuhr im frühen 20. Jahrhundert die erste und einzige elektrische Grubenbahn der Eifel. Täglich finden um 11 und 14 Uhr Führungen durch das Besucherbergwerk statt. Ein besonderes Grubenabenteuer gibt es jeden ersten Donnerstag im Monat ab 19.30 Uhr: Bei dieser Sonderführung erscheint die Grube im wahrsten Sinne des Wortes in einem ganz anderen Licht, nämlich im Schein alter Grubenlampen.

Abenteuerliche Wendeltreppe zum Tiefen Eisenheld-Stollen

In der “Grube Bendisberg” erklangen schon 1827 die ersten Glück Auf!-Rufe. Bis 1957 wurde auf fünf Ebenen Blei- und Zinkerz abgebaut. Als einziges Besucherbergwerk in der Eifel bietet die “Grube Bendisberg” die Möglichkeit an, Erzgänge aus der Zeit der Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges zu besichtigen. Heute sind die engen Stollen, Sprengstoff- und Haspelkammern, Schächte und Erzgänge für die Öffentlichkeit zugänglich und können auf drei verschiedenen Ebenen besucht werden: dem Oberen, Mittleren und Tiefen Eisenheld-Stollen. Neben der 1,5-stündigen Standardführung werden weitere, ausführlichere Führungen - zum Teil mit Schachtbefahrung - angeboten. Bei der zweistündigen Arschleder-Führung geht es beispielsweise noch etwas weiter in den Mittleren Eisenheld-Stollen hinein als bei der Standardführung. Ein echtes Abenteuer erwartet die Gäste bei den Führungen in die Maschinenkammer und der Tour durch drei Stollen: 270 Stufen führt eine Wendeltreppe 53 Meter tiefer auf die Sohle des Tiefen Eisenheld-Stollens. Auf zum Teil schlammigen Wegen gibt es dort alte Abbaustellen im Erzgang zu besichtigen. Achtung: Es kann schmutzig werden.

Die “Grube Bendisberg” ist ganzjährig geöffnet. An Wochenenden und Feiertagen finden Führungen um 11, 14 und 16 Uhr statt. Für beide Gruben werden festes Schuhwerk beziehungsweise Gummistiefel und wärmende Kleidung empfohlen. Zum Teil sind für die Führungen Voranmeldungen erforderlich.

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/eifel und www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Besucherbergwerk-Grube-Wohlfahrt_Hellenthal/infosystem.htmlhttps://www.rlp-tourismus.com/en/infosystem/infosystem/Besucherbergwerk-Grube-Bendisberg-in-Langenfel/infosystem.html


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17.08.2022

Versteckte Eisenerzgrube im Pfälzerwald

St. Anna-Stollen und Dauerausstellung in Nothweiler

(rpt) Südlich von Dahn, direkt vor der französischen Grenze bei Nothweiler, liegt ein Kleinod zwischen Felsen und Bäumen des Pfälzerwaldes versteckt: das Besucherbergwerk Eisenerzgrube. Das anerkannte Kulturdenkmal St. Anna-Stollen entführt seine Besucher auf einem 420 Meter langen, ebenerdigen Rundgang in die Zeit des Bergbaus. 1582 wurde der Erzabbau erstmals urkundlich erwähnt. Wie genau das Eisen in mühevoller Handarbeit abgebaut wurde, wird anhand der technischen Einrichtungen im Stollen verdeutlicht. Das Informationszentrum offeriert eine Dauerausstellung zu den Werkzeugen und den Eisengussprodukten der damaligen Zeit.

Farbenprächtige Eisenerzadern leuchten vor rotem Sandstein

Nicht nur der Sturzschacht oder die autarke Wasserversorgung sind faszinierend, sondern auch die farbenprächtigen Eisenerzadern, die sich vom roten Sandstein abheben. Sie entstanden vor über 30 Millionen Jahren, als heiße eisenhaltige Gewässer aus der Tiefe aufstiegen. Eine Besonderheit in der Geschichte des Bergwerkes ist, dass kein Schießpulver für Sprengungen zum Einsatz kam. Bis 1883 schufteten die Bergleute zwölf Stunden am Tag nur mit Meißel und Hammer in den Schächten.

Geöffnet ist das Bergwerk von April bis Oktober von Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Stündlich gibt es Führungen von 45 Minuten Länge mit fachkundigen Betriebsführern, die auch aus dem Leben der Bergleute erzählen. Im Bergwerk ist es kühl, den Besuchern wird daher empfohlen, eine Jacke mitzubringen. 

Weitere Informationen unter https://www.rlp-tourismus.com/de/urlaubsregionen/pfalz und www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Eisenerzgrube-Nothweiler_Nothweiler/infosystem.html


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17.08.2022

Magie der Edelsteine an der Nahe

Funkelnde Amethyste in den Edelsteinminen Steinkaulenberg

(rpt) Es fühlt sich an wie in einem Märchen: Tief unter der Erde verbergen sich in Idar-Oberstein an der Nahe funkelnde Schätze und jahrhundertealte Mineralien. Quarze, Achate, Amethyste und Bergkristalle gibt es in den Edelsteinminen im Steinkaulenberg zu entdecken. Sie ist der einzige für Besucher zugängliche Edelsteinstollen in ganz Europa. Scheinwerfer und besondere Lichtquellen setzen die Minen magisch und geheimnisvoll in Szene.

Schatzsuche im Edelsteincamp auf den Schürffeldern

1548 wurde rund 1,5 Kilometer weiter östlich die erste Achatschleiferei in Deutschland gegründet, die heutige „Historische Weiherschleife“. Die Grabungen nach Achaten und anderen Mineralien endeten 1875, weil viele Bergleute nach Brasilien auswanderten, um dort nach Edelsteinen zu suchen. Erst 1978 wurden die mittlerweile verschütteten Minen wieder freigelegt und ein 400 Meter langer Besucherstollen gebaut. Im Außenbereich können vor allem Kinder und Jugendliche mit Hacke, Pickel und Spaten im Edelsteincamp auf stillgelegten Abraumhalden selbst nach Mineralien graben und ihre Funde sogar mit nach Hause nehmen. 

Besucherstollen und Weiherschleife sind täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Schürfen von Edelsteinen im Edelsteincamp ist täglich um 10, 12.30 und 15 Uhr (jeweils für zwei Stunden) möglich. Eine Reservierung vorab ist erforderlich.

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/nahe sowie www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Edelsteinminen-im-Steinkaulenberg_Idar-Oberstein/infosystem.html


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17.08.2022

Dachschieferabbau im Moseltal

Bergbaugeschichte und Fledermäuse im Nossertal

(rpt) Das Besucherbergwerk Barbara-Hoffnung liegt im Nossertal nahe der Mosel zwischen den Orten Fell und Thomm. Es vereint zwei übereinander liegende, für die Region typische Dachschiefergruben aus der Jahrhundertwende. In großen Abbaukammern wurde der hochwertige Schiefer damals unter schwierigen Bedingungen abgebaut. Beim Bau des Besucherbergwerks 1997 verband man die beiden besonders interessanten Gruben „Barbara“ und „Hoffnung“ mit einem schrägen Schacht. Seitdem können die Besucher die ausgedehnten unterirdischen Stollen, Förderstrecken, die imposanten Abbaukammern, Rollschächte und die mächtigen Bergmauern besichtigen und sich ein Bild von der risikoreichen, harten Arbeit der Leyenbrecher machen. Untertage aufgestellte Figuren demonstrieren wirklichkeitsnah den historischen Schieferabbau zwischen 1850 und 1968.

Fledermaustest und Historie im Informationszentrum

Hoffnung“ war die letzte Grube, die in Fell stillgelegt wurde. Der letzte Betreiber, Nikolaus Becker aus Fell – wegen seiner Tätigkeit als Sprengmeister „Opa Bumm“ genannt – gewann in der Schlussphase der Grube immer noch hochwertige Schieferplatten und Schiefer-Blendsteine. Das Informationszentrum und Museum wurde 2013 eröffnet. Zu den naturkundlichen Besonderheiten von Fell gehören 16 Arten von Fledermäusen, die zum größten Teil im Bergwerk überwintern. Besucher können an einem Spielgerät ausprobieren, wie es sich anfühlt, kopfüber von der Decke zu hängen. Eine Fledermaus hält das monatelang aus, die meisten Besucher nur wenige Minuten.

Eine Führung unter Tage bei einer konstanten Temperatur von 12 bis 13 Grad Celsius dauert eine gute Stunde. Das Besucherbergwerk liegt direkt am Grubenwanderweg, der an zehn Schiefergruben und Steinbrüchen vorbeiführt und die Geschichte des Bergbaus im Nossertal erklärt. Als Ausgangspunkt der Traumschleife „Schiefer-Wacken-Weg“ eignet sich das Bergwerk ideal für Wanderungen in die Seitentäler der Mosel oder entlang der alten Schiefergruben.

Das Besucherbergwerk ist Dienstag bis Sonntag und an allen Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen finden täglich ohne Anmeldung im Abstand von ca. 45 Minuten statt. Von November bis März ist das Bergwerk geschlossen. 

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/mosel und www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Besucherbergwerk-Fell_Fell/infosystem.html


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16.08.2022

Kupfererzbergbau im Hosenbachtal im Naheland

Rallye und Höhlenerkundung im Kupferbergwerk Fischbach

(rpt) Man kann sich heute im beschaulich ruhigen Wanderparadies Hosenbachtal gar nicht mehr vorstellen, wie laut es hier zuging, als das Kupferbergwerk Fischbach noch in Betrieb war. Das Stampfen von Erzpochwerken, das Hämmern der Grubenschmiede und das Rumpeln der Karren machte dort noch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts viel Lärm. Heute zwitschern allenfalls die Vögel, wenn man über den 3,5 Kilometer langen Bergbaurundweg spaziert. Kinder können während der Wanderung an der Kupfi-Rallye teilnehmen. An 17 Stationen erfährt man dabei unterwegs allerhand Interessantes zu alten Stollen, Tagebauen und Relikten des Kupfererzbergbaus. 

Beeindruckende Höhle ist 30 Meter hoch

Das Kupferbergwerk in Fischbach ist die größte im Mittelalter von Menschenhand geschlagene Weitung Europas. Schon die Kelten und Römer bauten hier Erze ab. Das Kupfer zeichnete sich durch eine sehr gute Qualität aus. Bis 1792 die Arbeit eingestellt wurde, gehörte das Bergwerk Hosenberg zu den bedeutendsten in Deutschland. Seit 1975 ist es Besucherbergwerk und kann besichtigt werden. Über Wege und Treppen geht man durch die durch Abtragungen entstandene Höhle, die beeindruckende 100 Meter lang und bis zu 30 Meter hoch ist.

Für Besucher mit Rollstuhl, Kinderwagen und Rollator ist der ehemalige Hauptbetriebsstollen „Erbstollen“ gut geeignet, denn dort gibt es keine Treppen oder Steigungen. Ein durchgängiger Handlauf erleichtert das Gehen, Bänke laden zum Ausruhen ein. Außerdem gibt es eine zusätzliche Beschilderung in Blindenschrift.

Das Besucherbergwerk Fischbach hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen gibt es nach vorheriger Reservierung um 10.15, 12.15, 13.15, 14.15 und 16.15 Uhr. 

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/nahe und www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Kupferbergwerk-Fischbach_Fischbach/infosystem.html


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