Adventszauber handgemacht - weihnachtliche Manufakturen

Pressedienst vom 24. November 2021

 

Ob Krippenbauer oder Kerzenzieher, Glasbläser oder Glockengießer: in der Vulkaneifel, an der Mosel und in der Pfalz gibt es einige Traditionsbetriebe, die solch alte Handwerkskünste pflegen. In Bernkastel-Kues an der Mosel bei Bonbon-Willi duftet es nach Zimt und Orange und in Saarburg taucht man ein in die Geschichte der Glockengießerei Mabilon. In Manderscheid in der Vulkaneifel bezaubern die kunstvollen Bienenwachskerzen des einzigen Wachsziehermeisters weit und breit und bringen Licht ins winterliche Dunkel. In der Glashütte Monschau können Interessierte die Herstellung der gläsernen Kunstwerke miterleben. Ebenso lädt der Pfälzer Krippenbauer ein, ihm bei seiner liebevollen Handarbeit über die Schulter zu schauen. Diese winterlichen Manufakturen stellt unser Pressedienst vor.


24.11.2021

Hinweis zur Corona-Pandemie für Medienvertreter

Hinweis der Pressestelle der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH zu den Pressediensten während der Covid-19-Pandemie

Mit zunehmend steigenden Inzidenzen und der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz gilt im Land seit 24. November zum überwiegenden Teil die 2G-Regel. 

Bitte beachten Sie, dass dadurch ausschließlich Geimpfte und Genesene zu Freizeit- und Kulturangeboten in geschlossenen Räumen zugelassen werden können und auch für weitere touristische Einrichtungen sowie für die Gastronomie und Hotellerie die 2G-Regel gilt.

Zusätzlich zu der 2G-Regel können Einrichtungen von weiteren Einschränkungen - wie zum Beispiel einer Maskenpflicht - betroffen sein. Der neue Maßstab für diese Schutzmaßnahmen ist nun landesweit der „7-Tage- Hospitalisierungs-Inzidenz“ ( Zahl der neu aufgenommenen Hospitalisierungsfälle mit COVID-19-Erkrankungen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner).

Bei Kulturangeboten und Veranstaltungen im Freien gelten gesonderte Maßnahmen. Für den Aufenthalt in der Natur und die Nutzung von Wanderwegen, Radrouten und weiteren Naturerlebnissen sind die aktuell geltenden Kontaktregeln, die Abstands- und Verhaltensregelungen unbedingt zu berücksichtigen. 

Weitere Informationen der Landesregierung Rheinland-Pfalz zu den Corona-Regeln finden Sie hier. Allgemeine Informationen zu Einschränkungen für touristische Betriebe und Kultur- sowie Freizeiteinrichtungen finden Sie unter corona.rlp.de.


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24.11.2021

Der lange Weg zum Geläut

Museumstipp für den Advent: Glockengießerei Mabilon in Saarburg mit "Jingle Bells Weihnachtsmarkt"

(rpt) Langsam fließt die Bronze durch die schmale Rinne. Die weißglühende Masse sucht sich ihren Weg hin zu den Glockenformen in der Gießgrube. Diese sind fest in der Erde eingegraben, damit das heiße, flüssige Metall die Form nicht sprengt. Ein ergreifender Moment, bei dem der Geistliche, der die Glocke bestellt hat, und der Glockengießermeister ein Gebet sprechen.

Gießerei im Jahr 1770 gegründet

Heute ist in der Glockengießerei Mabilon in Saarburg allerdings keine heiße Bronze mehr zu sehen, sondern eine Lichtinstallation. Sie veranschaulicht Besuchern, wie es bei diesem Handwerk in früheren Zeiten zuging. Bis 2003 war dort noch der Betrieb am Werk, den Urbain Mabillot 1770 gegründet hatte. Bis zu fünf Tonnen schwere Glocken reisten über die Jahrhunderte von Saarburg aus in alle Welt. 

Mittlerweile kommen umgekehrt die Besucher von überall her in das Museum Glockengießerei, das in den Räumen des Traditionsunternehmens untergebracht ist. Man kann es mit einem Audioguide oder bei einer Führung erkunden. In der Gießhalle mit ihren alten Öfen, Gießgruben und Glockenformen erfahren Besucher viel Interessantes über das Handwerk, das zu den ältesten der Welt zählt. 

Den Glockenton berechnen

Im ersten Schritt müssen die Experten den Glockenton berechnen, der vom Verhältnis zwischen der Höhe, dem Umfang und der Wandstärke abhängt. Anschließend wird das Profil gezeichnet, die Form gemauert und der Hohlraum mit flüssigem Metall gefüllt. Einige Tage dauert es, bis es abgekühlt ist und die Glocke zum Vorschein kommt. Wer im Museum einmal erfahren hat, wie komplex die Herstellung ist, wird das Glockengeläut am Kirchturm zuhause künftig sicher mit anderen Ohren wahrnehmen. 

Kultur im Industriedenkmal

Das außergewöhnliche Ambiente wird außerdem unter dem Namen KulturGießerei für Veranstaltungen genutzt. Am 5. Dezember 2021 können Besucher dort eine Inszenierung der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens erleben: „The Christmas Carol Adventure Tour“ zeigt ihnen an verschiedenen Orten in der ehemaligen Glockengießerei fünf Szenen und Interpretationen der bekannten Geschichte. Am Wochenende 11. und 12. Dezember 2021 will der „Jingle Bells Weihnachtsmarkt“ im Industriedenkmal die Gäste ins 19. Jahrhundert zurückversetzen – mit entsprechendem Angebot der Kunsthandwerker und einem abwechslungsreichen Programm. 

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/mosel sowie unter www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/KulturGiesserei_Saarburg/infosystem.html und unter www.rlp-tourismus.de/winter-in-rheinland-pfalz

 


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24.11.2021

Der Krippenbauer aus der Pfalz

Lutz Kuhl aus Annweiler am Trifels fertigt Kunstwerke für die Weihnachtszeit

(rpt) Seine Kinder wünschten sich eine eigene Weihnachtskrippe, der Vater machte sich an die Arbeit. Als Lutz Kuhl vor über 35 Jahren seine erste Krippe bastelte, ahnte er noch nicht, was daraus einmal werden würde. Der Familienvater aus Annweiler am Trifels in der Pfalz hatte schon immer gerne Landschaften für seine Modelleisenbahn gestaltet. Seine erste Krippe weckte dann vollends die Leidenschaft für ein Handwerk, das ganz verschiedene Künste vereint. Inzwischen zeigt Lutz Kuhl seine Arbeiten seit 2014 jedes Jahr in Landau auf dem Thomas-Nast-Nikolausmarkt.

Jede Dachschindel von Hand geschnitten

Bis der Stall für Maria und Josef fertig ist, wird Lutz Kuhl zum Maurer, Dachdecker, Zimmermann, Schreiner und Maler. Er rührt Mörtel an, baut Dachstühle, setzt Fenster und Türen ein, schnitzt Bänke und vieles mehr im Miniaturformat. Jede Dachschindel schneidet er einzeln – 250 Stück braucht er für seine alpenländische Krippe. Dabei hat er auch ein Händchen für liebevolle Details: eine Sense, die am Stall lehnt, ein Feuer, das unter einem Topf glimmt und ein Brunnen, der die Szenerie bereichert.

Inspiriert von der Natur

Die Natur inspiriert ihn zu seinen Unikaten. Er sammelt Wurzeln, knorrige Äste, Moose und Rindenstücke bei seinen Ausflügen in den Pfälzer Wald und verarbeitet sie. Unzählige Arbeitsstunden und viel Herzblut stecken in jedem Exemplar. Neben den heimatlichen Krippen fertigt er ebenso Krippen aus Wurzeln und im orientalischen Ambiente an. Auch ganz kleine Krippen gibt es, die nur aus einem kleinen Stall für Maria, Josef und dem Kind bestehen. 

Viele der Fertigkeiten konnte sich Lutz Kuhl selbst beibringen. 2012 hat er sich aber dazu entschlossen, einen Kursleiterlehrgang zu belegen, um sein Wissen zu erweitern. Mittlerweile darf er sich offiziell Krippenbaumeister nennen und er unterrichtet selbst hin und wieder Menschen, die es lernen möchten. Wer nicht selbst werkeln und Lutz Kuhl erst einmal zuschauen will, kann dies jedes Jahr beim kunsthandwerklichen Thomas-Nast-Nikolausmarkt in Landau in der Südpfalz tun. Geplant ist er in diesem Jahr vom 25. November bis zum 21. Dezember. 

Ganz in der Nähe von Landau verwandelt sich in der Adventszeit ein ganzer Ort in ein weihnachtliches Krippendorf. Die Gemeinde Bornheim stellt vom 28. November 2021 bis 9. Januar 2022 in Gärten, Höfen und Hauseingängen über 90 Krippen aus.

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/pfalz sowie unter www.rlp-tourismus.de/winter-in-rheinland-pfalz

 


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24.11.2021

Gläserner Glanz am Weihnachtsbaum

In Monschau in der Eifel pflegt eine Glashütte das uralte Handwerk

(rpt) Mit einem langen Stab holt Glasbläser Fernando Costa in der Eifel einen glühenden Klumpen aus dem Schmelzofen. Pfeife heißt dieser Stab, den er geschickt in seinen Händen dreht. Aus der heißen Masse formt er durch Ziehen, Kneifen und Blasen besondere Schalen, Vasen und Figuren. Auch Glas-Weihnachtskugeln, in denen sich die Kerzen auf besondere Weise spiegeln, sind dabei. Fernando Costa beherrscht das uralte und schweißtreibende Handwerk des Glasbläsers. Davon können sich Besucher in der römischen Glashütte Monschau in der Eifel selbst überzeugen und ihm bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Ein beeindruckendes Schauspiel mit langer Tradition. 

Mit den Römern verbreitete sich die Technik

Schon bei den ägyptischen Pharaonen wurden vor rund 5.000 Jahren Amulette und Glasperlen als Grabbeigaben entdeckt. Eine technische Revolution läuteten die Phönizier vor etwa 2.000 Jahren ein: Sie entwickelten ein Blasrohr, das bis heute eines der Hauptwerkzeuge für Glasmacher ist. Die Römer, die auch bis nach Monschau in die Eifel kamen, verbreiteten diese Technik – und sie wird bis heute dort bewahrt. 

Doch trotz aller Tradition geht man mit der Zeit. Der Umwelt zuliebe wird in Monschau nämlich kein Glas aus Sand, Pottasche und Kalk hergestellt. Der Betrieb schmilzt ausschließlich ganz fein sortierte Scherben. Kobaltoxid, Eisen, Chromoxid, Kupfer, Selen und Silberverbindungen sorgen dann für die schönen Farben in den Kunstwerken, die nicht nur zur Weihnachtszeit ihren besonderen Zauber entfalten. Die Glashütte Monschau hat für Besucher am Wochenende und wochentags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei. 

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/eifel und www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Glashuette-Monschau_Monschau/infosystem.html sowie unter www.rlp-tourismus.de/winter-in-rheinland-pfalz

 


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24.11.2021

Licht im winterlichen Dunkel

Eine Manufaktur in der Vulkaneifel stellt zauberhafte Kerzen her

(rpt) Der besondere Geruch von Bienenwachs steigt den Besuchern in die Nase, sobald sie das alte Bauernhaus betreten. In Manderscheid, im Herzen der Vulkaneifel, ist Michael Moll am Werk. Er ist der einzige Wachsziehermeister weit und breit und beherrscht ein jahrhundertealtes Handwerk. Seine kunstvollen Kerzen bringen warmes Licht ins winterliche Dunkel und geben nicht nur an Advents- und Weihnachtstagen eine stimmungsvolle Atmosphäre. 

„Tanzende Engel“ für die Weihnachtszeit

Seit rund 30 Jahren gibt es seine Kerzenmanufaktur Moll. Darin stellt er goldgelbe Bienenwachskerzen her, die einen feinen Duft verbreiten. Besonders faszinierend sind seine „Tanzenden Engel“, die perfekt in die Weihnachtszeit passen: Nachdem man die Kerze angezündet hat, verwandelt sie sich in den nächsten Stunden nach und nach in ein geflügeltes Wesen. Festtagskerzen werden in seiner Werkstatt mit Wachsornamenten und Blattgold veredelt. Für die Eifeler Lavakerzen gießt er gemahlene und gesiebte Lava zu einer Schale, die er dann mit Wachs füllt.

Im Workshop zur eigenen Kerze

Das Team der Wachsmanufaktur eröffnet Besuchern bei Führungen Einblicke in die Geschichte des Kerzenlichts und in die Tradition der Handwerkskunst. Michael Moll gibt sein Wissen aber auch in Workshops weiter. Vom Ziehen über das Formen und die Oberflächenveredlung erklärt er dabei die verschiedenen Techniken und Arbeitsschritte, die notwendig sind, bis man am Ende eine schöne Kerze in den Händen halten kann. Jeden Dienstag und Donnerstag gibt es um 11 Uhr kostenlose Vorführungen zum historischen Wachsziehen von Kerzen. Die Werkstatt kann während der Öffnungszeiten - montags bis freitags 9:30 Uhr bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 9:30 Uhr bis 13 Uhr - jederzeit besichtigt werden.

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/eifel und www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Kerzenmanufaktur-Moll_Manderscheid/infosystem.html sowie unter www.rlp-tourismus.de/winter-in-rheinland-pfalz

 


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24.11.2021

In der Zuckerbäckerei

Bonbon-Willi in Bernkastel-Kues zaubert handgemachte Süßigkeiten

(rpt) Es duftet süß und in den Gläsern auf der Theke leuchten die kleinen Köstlichkeiten in bunten Farben: Die Bonbonmacherei von Willi Maas liegt an der Mosel mitten in der historischen Altstadt von Bernkastel-Kues. Hier können junge Besucher staunen und Ältere zurück in ihre Kindheit reisen, denn der Zuckerbäcker-Meister stellt seine süßen Produkte wie vor 100 Jahren her. 

Bonbons mit Riesling-Geschmack

Zunächst kocht er aus Wasser und Tee einen Sud. Dann rührt er Zucker und Glucose hinein und erhitzt das Ganze auf über 150 Grad. Anschließend gießt er die Masse zum Abkühlen auf eine Marmorplatte und versetzt sie mit natürlichen Geschmacksstoffen. Zu den Klassikern gehören Orange und Himbeere. Auch Goldnüsse, Kräuterbonbons und Zitronenscheiben produziert er, aber Bonbon-Willi hat darüber hinaus eigene, besondere Kreationen entwickelt, wie Kirsch-Schoko-Bonbons und Weinbergpfirsich. Da er an der Mosel umgeben von Reben lebt, gibt es bei ihm sogar Weinbonbons: Riesling, Rotwein und Federweiser. 

Kurbeln an der Prägewalze

Sobald die helle und klebrige Masse die richtige Temperatur hat, wird sie durch die historischen Prägewalzen gedreht. Wenn Willi Maas die Walzen von Hand ankurbelt, wird die Bonbonmasse in ihre Formen gedrückt. Mit etwas Glück können Besucher dabei sein, wenn der Zuckerbäcker mit seinen historischen Maschinen arbeitet – und sich anschließend ein frisches, warmes Bonbon schmecken lassen.

Gerade zur Adventszeit sind die süßen Leckereien mit Zimt, Orange, Mandel und Zitrone ein Muss - und ein weihnachtlicher Ausflug für die Sinne mit dazu. Der gesamte Ort Bernkastel-Kues versprüht im Dezember ein weihnachtliches Flair. Die kleinen Gassen mit ihren bunten Fachwerkhäuschen sind schön beleuchtet und die Fenster über der Alten Apotheke am Marktplatz verwandeln sich in einen großen Adventskalender. Ab dem 1. Dezember wird jeden Abend ein Türchen geöffnet.

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/mosel und www.rlp-tourismus.de/winter-in-rheinland-pfalz

 


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