Wandern mit guten Vorsätzen

Pressedienst vom 11. Januar 2023

Zu Beginn eines neuen Jahres stehen nicht nur mehr oder weniger ernst gemeinte gute Vorsätze, sondern auch der Wunsch nach neuen Einsichten. Wie gemacht dafür sind Wege, die zu innerer Einkehr führen, Kraft und Achtsamkeit stärken. Dazu laden in Rheinland-Pfalz die Mußepfade in der Vulkaneifel, der Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg an der Nahe, der Marienwanderweg im Westerwald und der Hunsrücker Jakobsweg ein.


11.01.2023

Visionen auf dem Pilgerwanderweg

Naturheilkunde und Gesundheitstipps von der Heiligen Hildegard

Der “Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg” führt in der Urlaubsregion Nahe auf einer abwechslungsreichen Strecke von rund 135 Kilometern zu Lebensstationen der wohl berühmtesten Nonne des Mittelalters. Wanderer lernen unterwegs auf Tafeln an markanten Wegpunkten ihr Werk kennen. Hildegard von Bingen war Naturheilkundlerin, Visionärin, Universalgelehrte und Äbtissin. Ihre Gedanken zum persönlichen Wohlbefinden, der Naturheilkunde und Gesundheitsvorsorge sowie zur nachhaltigen Nutzung regionaler Ressourcen sind aktueller denn je.

Visionen Hildegards sind der rote Faden des Pilgerwanderweges

Der Wanderweg verläuft an der Nahe von Idar-Oberstein bis nach Bingen am Rhein. Er führt nach Niederhosenbach, dem wahrscheinlichen Familiensitz und Geburtsort Hildegards. In der evangelischen Kirche von Niederhosenbach ist ein Faksimile - eine originalgetreue Reproduktion - ihres Werkes „Scivia – Wisse die Wege“ ausgestellt. In dem Buch beschreibt Hildegard von Bingen ihre 27 Visionen in Wort und Bild, die sich wie ein roter Faden über den “Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg” ziehen. 

Weiter geht es zur Klosterruine auf dem Disibodenberg, wo Hildegard ab 1112 fast 40 Jahre als Nonne lebte und wirkte. Es folgt der Ort Sponheim mit der Klosterkirche Sponheim. Dort wurde Hildegard schon als Kind von Jutta von Sponheim unterrichtet. Der Pilgerwanderweg endet schließlich in Bingen am Rhein. Dort zeugt der Rupertsberger Gewölbekeller von der letzten Wirkungsstätte Hildegard von Bingens: 1150 gründete sie das Kloster Rupertsberg im heutigen Bingerbrück, das 29 Jahre lang Ort ihres Schaffens war. Letzte Stationen auf dem Pilgerwanderweg sind die Wallfahrtskirche St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen mit dem Hildegardschrein sowie die Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen.

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/nahe sowie  www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de/tour/pilgerweg/hildegard-von-bingen-pilgerwanderweg und www.rlp-tourismus.com/de/erleben/kultur-natur/geschichten/auf-hildegards-wegen

Weitere Informationen zum Ausflugsziel unter www.rlp-tourismus.com/de/Klosterruine-Disibodenberg_Odernheim sowie www.rlp-tourismus.com/de/Klosterkirche-Sponheim und www.rlp-tourismus.com/de/Abtei-St-Hildegard_Ruedesheim-am-Rhein


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11.01.2023

Ausonius weist den Weg

Hunsrücker Jakobsweg auf der Römerstraße

Von Bingen quer über den Hunsrück bis nach Trier verläuft der 120 Kilometer lange Ausoniusweg. Der römische Gelehrte verlieh der Wanderstrecke den Namen, denn 368/369 n. Chr. reiste er im Gefolge des römischen Kaisers Valentinian nach einem Alemannenfeldzug auf diesem Wege vom Rhein über das Mittelgebirge bis zur Mosel. Ausonius wurde an den Kaiserhof nach Trier berufen, um dort eine Stelle als Lehrer und Erzieher von Valentinians ältestem Sohn Gratian anzutreten. Die Eindrücke seiner Reise schrieb er im Werk „Mosella“ nieder, bis heute die älteste Reisebeschreibung einer deutschen Landschaft.

Jakobsmuschel leitet Pilger bis nach Trier

In großen Teilen auf der Originaltrasse der ehemaligen Römerstraße zeigt der Ausoniusweg eindrucksvoll, wie die Römer Straßen bauten: schnurgerade und nicht immer bequem für Mensch und Ross. Seit dem 11. Jahrhundert ist belegt, dass die Strecke auch als Pilgerweg genutzt wurde. Parallel zur bestehenden Wanderwegbeschilderung ist der Ausoniusweg deshalb auch als „Hunsrücker Jakobsweg“ ausgeschildert. Die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund leitet Pilger so über die gleiche Route bis in die Römerstadt Trier.

In sechs Etappen durchquert der Hunsrücker Jakobsweg dichte Wälder und blühende Wiesen, er führt zu Orten der Stille und zu beeindruckenden Aussichten, wie zum Beispiel von der Burg Klopp in Bingen, vom Ohligsberg oder vom Römerturm bei Dill. Teilstücke der römischen Originaltrasse sind bei Kirchberg zu sehen. Römische Geschichte atmen auch der Nachbau des Delta-Spiels an der Ausoniushütte bei Dill, die beeindruckenden keltisch-römischen Exponate aus dem Gräberfeld des „Vicus Belginum“ im Archäologiepark Belginum bei Morbach-Wederath und die römischen Monumentalbauten in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Unterwegs wird die Wanderung von zehn Informationstafeln mit Lesenswertem und Lehrreichem aus der Römerzeit und dem Leben des Ausonius begleitet.

Die kostenlose Augmented Reality App „ARGO“ (www.ar-route.eu) macht historische Bauwerke vor Ort wieder lebendig. Acht Stationen am Ausoniusweg, unter anderem in Kirchberg, bei Dill, am Belginum oder in Elzerath, werden mit dieser AR-Anwendung digital rekonstruiert und können über das Smartphone direkt am ursprünglichen Standort dreidimensional betrachtet werden.

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/hunsrueck sowie  www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de/ausoniusweg-bingen-trier

Weitere Informationen zu den Ausflugszielen unter www.rlp-tourismus.com/de/Burg-Klopp_Bingen-am-Rhein, www.rlp-tourismus.com/de/Roemerturm_Dill und www.rlp-tourismus.com/de/Archaeologiepark-Belginum_Morbach-Wederath


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11.01.2023

Mit Muße durch die imposanten Dolomiten

Felsenpfad und Keltenweg bilden die „Gerolsteiner Acht“ in der Eifel

Sich Zeit zu nehmen ist eine unserer wertvollsten Fähigkeiten, die wir zu oft vernachlässigen. Daran knüpft das Muße-Pfad-Projekt des Natur- und Geoparks Vulkaneifel an, das zum Müßiggang im besten Sinne des Wortes auffordert. In der Landschaft aus Vulkanen, Maaren, Wäldern und Felsen gibt es sechs Vulkanpfade, die gleichzeitig auch Mußepfade sind. Der Genuss, sich Zeit zu nehmen für Landschaft, Leute und Geschichten ist zugleich die Philosophie der Wege. Große rote Tafeln markieren die Mußeplätze auf den Wegen. Auf diesen Erlebnislandkarten erzählen jene die Geschichten, von denen man es am wenigsten erwartet hat: das Feuer, die Luft, das Wasser, der Wald, das Maar, der Tuffwall oder die Kraniche. Jeder der Muße-Pfade widmet sich einem bestimmten Thema.

Einer dieser Mußepfade ist die „Gerolsteiner Dolomiten-Acht“, die sich aus zwei Rundwanderwegen zusammensetzt, die von oben betrachtet eine Acht bilden. Oberhalb von Gerolstein ist das der sieben Kilometer lange Felsenpfad und unterhalb der Eifelstadt der neun Kilometer lange Keltenpfad.

Auf der Schleife des Gerolsteiner Felsenpfades gilt es, ein Kalkriff zu erwandern. Die Felsnasen von Hustley, Munterley, Drohender Lay, Großer Kanzel und Auberg sind das Wahrzeichen der Stadt Gerolstein. Die Gerolsteiner Dolomiten sind zwar nicht so hoch wie die Dolomiten in Italien, aber ihre Entstehungsgeschichte und die Form der Felsen entsprechen denen der Alpen.

Wasserschatz in Basaltklüften, Ritzen und Höhlen

Der Fluss Kyll und die Gerol-Steine sind das Thema und das Symbol auf dem Mußepfad „Gerolsteiner Dolomiten-Acht“. Der Wasserschatz der Kyll lagert in einem riesigen unterirdischen Wasserreservoir in Basaltklüften, Ritzen und Höhlen. Oberirdisch tritt er als Drees, Born oder Heilquelle zutage. Frei nach dem Sprichwort „Steter Tropfen höhlt den Stein“ eröffnet sich ein Blick in die Unendlichkeit und führt vielleicht zu der Erkenntnis, dass sich Beharrlichkeit auszahlt. 

Ebenso beharrlich wusch das Wasser die Dietzenley auf der gegenüberliegenden Seite der Kyll heraus. Dort führt der Gerolsteiner Keltenpfad auf das kleine Plateau eines alten Vulkanschlotes.

Neben der Helenenquelle befinden sich drei weitere Mußeplätze auf der Gerolsteiner Dolomiten-Acht: Am Juddekirchhof, an der Munterley und an der Dietzenlay. Leicht zu erkennen sind sie an den großen roten Erlebniskarten, auf denen der Fluss, der Baum und der Vulkan die Erdgeschichte aus ihrer Sicht erzählen.

Weitere Mußepfade in der Vulkaneifel sind der Maare-und-Thermen-Pfad in Ulmen, der Hochkelberg Panorama-Pfad in Nohn, der Schneifel-Pfad in Kronenburg, der Vulkan-Pfad in Jünkerath und der Vulcano-Pfad in Schalkenmehren.

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/eifelwww.tourenplaner-rheinland-pfalz.de/vulkaneifel-pfad-gerolsteiner-dolomiten-acht-keltenpfad und www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de/vulkaneifel-pfad-gerolsteiner-dolomiten-acht-felsenpfad sowie www.rlp-tourismus.com/de/geschichten/die-gerolsteiner-dolomiten  


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11.01.2023

Pilgern von Kloster zu Kloster

Die Wallfahrtorte Marienthal und Marienstatt verbindet der Marienwanderweg

Im Westerwald verbindet eine rund 23 Kilometer lange Streckenwanderung die Zisterzienserabtei Marienstatt im Nistertal in der Nähe von Hachenburg mit dem Franziskanerkloster Marienthal bei Hamm. Zwischen beiden Klöstern pilgerten über Jahrhunderte die Wallfahrer zu den Orten der Marienverehrung. Die Geschichte des Weges reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Die klösterliche Gemeinschaft der Zisterzienser hatte im Tal der Nister einen guten Ruf. Ab 1476 wurde das im 12. Jahrhundert gegründete Kloster Marienstatt auf Bitten der Grafen von Sayn an drei Tagen auch für Laien geöffnet. Das war der Beginn der Wallfahrten in dieser Gegend.

Muttergottes unter der Eiche

Der zweite Wallfahrtsort Marienthal hat seinen Ursprung in der Legende, dass ein Hirte aus Hamm ein Bildnis der Muttergottes schnitzte und unter einer Eiche aufstellte. 1456 übernahm das Kloster Marienthal den dortigen Hof samt Marienbildnis, das von jeher von der Bevölkerung verehrt wurde. Seit dieser Zeit ist der Wallfahrtsweg zwischen Marienthal und Marienstatt bekannt, auf dem nicht nur Mönche hin- und hereilten, sondern auch viele Pilger auf der Suche nach neuen Einsichten. Traditionell gibt es zu Christi Himmelfahrt eine große Prozession von Marienstatt nach Marienthal.

Die rund fünfstündige Tageswanderung führt über eine abwechslungsreiche Strecke durch die Kroppacher Schweiz. Auf einem Abschnitt teilt sich der Marienwanderweg die Wegstrecke mit der zehnten Etappe des Westerwaldsteigs. Höhepunkte der Tour sind der Aussichtspunkt „Spitze Ley“ in der Nähe von Stein-Wingert und das sogenannte Deutsche Eck des Westerwaldes, wo die Kleine und die Große Nister zusammenfließen. Weiter an der Lützelauer Mühle vorbei geht es zum Aussichtspunkt „Hohe Ley“. Von dort haben die Wanderer eine großartige Fernsicht. Die Dachschiefergrube Assberg bei Limbach ist das nächste Ziel, bevor der Marienwanderweg in großem Bogen die Abtei Marienstatt erreicht.

Weitere Infos gibt es online unter www.rlp-tourismus.de/westerwald sowie www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de/marienwanderweg-auf-den-spuren-der-pilger

Weitere Infos zum Ausflugsziel unter www.rlp-tourismus.com/de/Kloster-Marienstatt_Streithausen und www.rlp-tourismus.com/de/Ehemaliges-Franziskaner-Kloster-Marienthal_Marie


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