Auf den Spuren großer Dichter und Denker in Rheinland-Pfalz

Pressedienst vom 27. Oktober 

 

Dichter und Denker prägen ihre Zeit – und sie prägen Städte, Landschaften und Kulturen. In Rheinland-Pfalz hinterließen die Romantiker im Oberen Mittelrheintal ihre Spuren, die Vorkämpfer der Demokratiebewegung zeigten auf dem Hambacher Schloss in der Pfalz Flagge, Johannes Gutenberg drückte Mainz buchstäblich seinen Stempel auf und Hildegard von Bingen wirkte als Universalgelehrte in den Klöstern an Nahe und Rhein. Auf Wanderwegen, in Ausstellungen und charmanten Kleinstädten erleben Gäste heute zahlreiche Angebote, die diese großen, historischen Persönlichkeiten greifbar machen und zum Leben erwecken. Eine Auswahl an Ausflugstipps rund um die Dichter und Denker in Rheinland-Pfalz haben wir Ihnen in diesem Pressedienst zusammengefasst, 


27.10.2021

Die Romantiker und der Rhein

Von Victor Hugo bis Clemens Brentano ließen sich Dichter hier inspirieren

(rpt) Die Schriftsteller, Maler und Poeten liebten den Rhein. Vor allem in der Epoche der Romantik kamen sie nach Rheinland-Pfalz, um sich dort von der grandiosen Naturkulisse, den Kleinstädten und der alten Kultur inspirieren zu lassen. Eine besondere Anziehungskraft übte das Obere Mittelrheintal aus, der Begriff „Rheinromantik“ verbindet sich eben mit jenem spektakulären Abschnitt zwischen Koblenz und Bingen. Eine Region, die nicht ohne Grund seit 2002 den Titel UNESCO-Welterbe trägt.

Victor Hugo schwärmte von Bacharach

Zu den frühen Rheinreisenden gehörte auch der französische Schriftsteller und Politiker Victor Hugo (1802-1885). Vor allem Bacharach hatte es ihm angetan: „Ich befinde mich in diesem Augenblick in einer der schönsten, angenehmsten und unbekanntesten alten Städte der Welt“, schwärmte er. Das mit der fehlenden Bekanntheit hat sich geändert, doch geblieben sind die gute Küche, die rheinische Gemütlichkeit und das bezaubernde Ortsbild mit den verträumten Gässchen und urigen Fachwerkhäusern.

Brentano und der Mythos der Loreley

Auch die Dichter Heinrich Heine (1797-1856) und Clemens Brentano  (1778-1842) wandelten durch die Altstadt Bacharachs und ließen sich dort verzaubern. Brentano war es auch, der mit seiner Ballade von der Loreley den Mythos des gleichnamigen Rheinfelsen noch bekannter machte. Die Sage selbst hatte einst schon die Schiffer auf dem Rhein  in Atem gehalten. Ganz in der Nähe, in St. Goar, war der britische Maler William Turner (1775-1851) des Öfteren zu Gast. Seine erste Rheinreise jährt sich zum 500. Mal, an den Standorten seiner Staffelei werden nach und nach Bronzeplatten installiert, die es erlauben, seine Perspektiven nachzuvollziehen und zusammen die “William-Turner-Route” bilden.

An der größten Rheinschleife in Rheinland-Pfalz, dem Bopparder Hamm liegt die Stadt  Boppard. Dort gibt es in der Kurfürstlichen Burg eine Dauerausstellung über Michael Thonet, der als Pionier der Möbelproduktion und des Möbeldesigns gilt.

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/romantischer-rhein sowie unter www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/William-Turner-Route_St-Goar/infosystem.html

 


https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/b1034810-ad85-11eb-a4fc-6f1b3bca6dd7

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/6983e840-ace6-11eb-9baf-29901fc2fb23

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/66459030-50ad-11e9-914b-c1c212d06182

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/2e1f58f0-b256-11eb-b969-9319292fc401

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/a094b980-0305-11e6-af96-2527458a0d16

27.10.2021

Eine kluge Frau mit starkem Willen

Die Lebensstationen der Universalgelehrten Hildegard von Bingen an Nahe und Rhein

(rpt) Hildegard von Bingen war eine starke und kluge Frau. Wie kaum eine andere Persönlichkeit hat sie die Region entlang der Nahe geprägt und in Odernheim das Kloster Disibodenberg als Heimat ihres Wirkens und ihrer Lehre bekannt gemacht. Später gründete sie auf dem Rupertsberg in Bingen ihre eigene Abtei. Heute können Gäste sich an den verschiedenen Stationen ihres Lebens auf ihre Spuren begeben.

Eigene Sprache und eigenes Alphabet

Ihre Willensstärke beeindruckte die Zeitgenossen ebenso wie ihre umfassende Bildung. Sie war eine Universalgelehrte und befasste sich mit Religion ebenso wie mit Medizin, Musik, Ethik, Kosmologie und Poesie. Ganze Liedbände mit liturgischen Gesängen sind von ihr überliefert, mit der „Lingua Ignota“ schuf sie sogar eine eigene Sprache samt Alphabet und spezifischem Wortschatz. Am bekanntesten freilich ist ihr Hauptwerk „Scivias“, das um 1151/2 entstand und den Kern ihrer christlichen Mystik beinhaltet.

Wer der großen Dichterin und Denkerin Hildegard von Bingen heute näherkommen will, findet im Binger „Museum am Strom“ eine Dauerausstellung, die das Leben der Äbtissin in all seinen Facetten zeigt - als Prophetin und Politikerin ebenso wie als Naturkundlerin und Dichterin. Anhand historischer Forschungsergebnisse erzählt die Ausstellung einprägsam von den Lehren der Heiligen Hildegard. Repliken ihrer Schriften gehören dazu, ein Kräutergarten und eine minutiöse Beschreibung ihrer Wirkungsorte. 

Pilgerweg auf Hildegards Spuren

Denen kommt man auch auf dem Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg an der Nahe näher. Er verbindet auf 134 Kilometern die wichtigen Stationen ihres Lebens: den vermutlichen Geburtsort in Niederhosenbach, das Kloster Sponheim, die einstige Abtei und heutige Klosterruine Disibodenberg, in der sie 40 prägende Jahre verbrachte, Bingen am Rhein mit dem ehemaligen Kloster auf dem Rupertsberg sowie die Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen, wo sie auf der anderen Rheinseite ein zweites Kloster gründete.

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/nahe sowie unter www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de/de/tour/pilgerweg/hildegard-von-bingen-pilgerwanderweg/23348328/ und unter www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Historisches-Museum-am-Strom_Bingen-am-Rhein/infosystem.html 

 


https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/cc242870-0f89-11eb-b0e9-1d1cec25fc47

27.10.2021

Gutenbergs geniale Erfindung

Eine Führung durch Mainz zu den Ursprüngen des Buchdrucks

rpt) Die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg hat die Welt revolutioniert. Von da an fanden Publikationen tausendfache Verbreitung, Martin Luthers Reformation wäre ohne diese technische Errungenschaft kaum denkbar gewesen.

Der Mann des Jahrtausends

Die Heimat des Buchdruck-Erfinders Gutenberg war Mainz. Hier wurde er um das Jahr 1400 unter dem Namen Johannes Gensfleisch geboren. Bis heute ist er der berühmteste Sohn der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Das Time-Magazin hat ihn sogar einmal als „Man of the Millennium“, den Mann des Jahrtausends bezeichnet.

Richtig lebendig  werden Johannes Gutenberg und die Zeit, in der er gelebt hat, bei einer Kostümführung in Mainz. „Ein erstaunlicher Mann und seine heilige Kunst“ lautet ihr Titel. Besucher werden dabei von einem Zeitgenossen Gutenbergs durch das Mainz des Jahres 1450 geführt. Eine Reise in die Vergangenheit, bei der man sich ein Bild vom Leben im späten Mittelalter machen kann.

Lebendige Werkstatt im Druckladen des Museums

Dabei hilft auch die lebendige Werkstatt im Druckladen des Gutenberg-Museums in Mainz. Hier riecht es nach Handwerk, nach Farbpigmenten, Terpentin, Öl und Papier. Das Grundprinzip des Handsatzes wird sofort klar, wenn man erst einmal selbst die Holzlettern setzt. Gäste können an Handabzugspressen und an der Kniehebelpresse mehrfarbig drucken oder ein eigenes kalligrafisches Plakat erstellen. Insbesondere für Kinder und Schulklassen ist der Druckladen ein spannendes Erlebnis.

Mit der kostenlosen Mainz-App kann man die Stadtgeschichte überdies individuell und virtuell entdecken. Die Nutzer begeben sich auf eine spannende Zeitreise, von der römischen Epoche über das Mittelalter und Johannes Gutenberg bis zur Mainzer Gegenwart.

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/rheinhessen sowie unter www.rlp-tourismus.com/de/infosystem/infosystem/Gutenberg-Museum-Mainz_Mainz/infosystem.html 


https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/0776cc10-669f-11e9-9661-859b256ccf7f

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/68e75bb0-5a48-11eb-8643-fb9a6ea80815

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/ae204b60-4654-11e9-a5a3-6bc1f5b6074a

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/b73bf480-ac24-11e8-9056-675a05c23df5

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/1c782050-5a45-11eb-8643-fb9a6ea80815

27.10.2021

Mutige Demokraten am Schloss

Philipp Jakob Siebenpfeiffer war Hauptredner beim Hambacher Fest

(rpt) Das Hambacher Schloss bei Neustadt in der Pfalz ist ein Symbol der deutschen Demokratie. Hier wehte erstmals die schwarz-rot-goldene Flagge, hier trafen sich am 27. Mai im Jahr 1832 zahlreiche Demokraten aus aller Herren Länder, um gemeinsam ein Fest zu feiern: das Hambacher Fest, das zu den Großereignissen der Demokratiegeschichte in Deutschland gehört.

Flammendes Plädoyer für die Freiheit

Hauptredner bei diesem Fest der Demokratie war ein Journalist namens Dr. Philipp Jakob Siebenpfeiffer. Er hatte vor dem Hintergrund der Julirevolution 1830 in Frankreich zu dem Treffen auf dem Pfälzer Kastanienberg eingeladen und hielt nun ein flammendes Plädoyer für die Freiheit. Tausende von Menschen hörten ihm zu, darunter erstmals auch Frauen, die Siebenpfeiffer ausdrücklich mit aufgerufen hatte teilzunehmen. Auch arme Leute waren darunter, das Hambacher Fest geriet zu einem schichtenübergreifenden Event, das die Menschen mitriss.

Das passte der Obrigkeit überhaupt nicht. Am 18. Juni 1832 wurde Philipp Jakob Siebenpfeiffer in Haardt festgenommen, nach mehr als einem Jahr Festungshaft begann der spektakuläre Prozess gegen die Hambacher Akteure.

Hambacher Schloss als Wiege der Demokratie

Heute steht das Hambacher Schloss in der Pfalz als Denkmal stellvertretend für diese Bewegung der Freiheit und gilt damit als Wiege der deutschen Demokratie. 

Die Ereignisse aus dem Jahr 1832 erweckt heute eine spannende Ausstellung im Schloss wieder zum Leben. Unter dem Titel “Hinauf, hinaus zum Schloss” werden das Leben von Jakob Philipp Siebenpfeiffer, das Hambacher Fest und die Geschichte der Demokratiebewegung thematisiert und mit mehreren Mitmach-Stationen in Szene gesetzt. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen unter www.rlp-tourismus.de/pfalz  


https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/0a75ab50-35b1-11ec-8746-1fa0d5c98866

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/27526430-35b0-11ec-8746-1fa0d5c98866

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/a6ef55c0-35ad-11ec-8746-1fa0d5c98866

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/bbbf7c00-17ec-11e9-88c2-a1c715b57a3a

https://bilder.rlp-tourismus.com/app.html#/view/11a29100-17ef-11e9-88c2-a1c715b57a3a