18.11.2020

Römer, Reben und Rhetorik

Stadtentdeckungen in Trier von Kaisern bis zu Philosophen

(rpt) Augusta Treverorum hieß die wehrhafte Stadt zur Römerzeit. Das Stadttor „Porta Nigra“ ist damals wie heute der Eingang in die Moselmetropole und Beginn jeder Stadttour. Der große deutsche Philosoph Karl Marx wohnte 17 Jahre lang direkt neben der Porta Nigra in der Simeonstraße 8. Auf der anderen Seite des Tores steht er seit dem Jubiläumsjahr 2018 unübersehbar und mit Sockel 5,50 Meter hoch in Bronze gegossen auf dem Simeonsplatz. Ein Geschenk Chinas an die Stadt Trier zum 200. Karl-Marx-Geburtstag.

Dem griechischen Mönch und Einsiedler Simeon ist es zu danken, dass die Porta Nigra überhaupt noch steht. Er ließ sich im Ostturm einmauern. Im zu Ehren wurden ins Tor zwei Kirchen eingebaut, die erst auf Napoleons Befehl abgetragen wurden. Die Simeonstraße ist eine bunte Fußgängerzone mit vielen Geschäften und führt schnurgerade zum dreieckigen Hauptmarkt. Dort sind neben den Renaissance-Fachwerkhäusern das Bürgerhaus „Steipe“ und das „Rote Haus“ sehenswert. Die Sternstraße verbindet den Markt mit dem Domfreihof, wo die Liebfrauenkirche, die älteste gotische Kirche Deutschlands, und der Trierer Dom einträchtig nebeneinander stehen. Der Dom vereint alle Epochen der europäischen Kunst- und Baugeschichte.

Interaktiver Stadtführer zu Karl Marx

Ein Stück weiter dominiert auf dem Kornmarkt das ehemalige „Casino“ im klassizistischen Stil. Es war Schauplatz rauschender Bälle und Treffpunkt der gebildeten Bürger, um manche lose Rede gegen die preußische Herrschaft zu führen. Vom Kornmarkt ist es nicht weit zum Geburtshaus von Karl Marx in der Brückenstraße 10. Mit dem interaktiven Stadtführer "Marx-Guide" können sich Besucher auf die Spuren des jungen Karl Marx begeben. Neben einem digitalen Stadtplan und Informationen zu den Sehenswürdigkeiten ergänzen Audiobeiträge die Touren. Zwei Routen führen zum Beispiel zur Jesuitenkirche und zum Gymnasium sowie zum Geburtshaus von Jenny von Westphalen.

Kaiser Konstantin und Preußenkönig Wilhelm IV.

Die Liebfrauenstraße hinauf und nach rechts in die „Meerkatz“ eingebogen, steht man schon nach wenigen Schritten vor der Basilika, oder genauer dem Thronsaal des Kaisers Konstantin. Turmlos, aber stattliche 67 Meter lang und 30 Meter hoch ist die antike Halle, die der Preußenkönig Wilhelm IV. der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus übergab. Geradezu klein wirkt daneben das Kurfürstliche Palais, einer der schönsten Rokoko-Paläste der Welt und einst Sitz der Kurfürsten und Erzbischöfe.

Der Spaziergang durch den Palastgarten führt direkt zu den Kaiserthermen, deren Ruinen, die Überreste einer römischen Badeanlage ungeheuren Ausmaßes sind. Gebadet wurde hier allerdings nie. Zwei Straßen weiter allerdings schon. Doch das erfuhr Trier erst 1987 als die Stadtplaner den Bau einer Tiefgarage auf dem Viehmarkt begannen. Zutage kamen Mauerreste, die aus den Anfängen der Stadt stammen. Die Therme ist mit einem großen gläsernen Kubus überbaut, den Oswald M. Ungers entwarf. So bekam die „Viehmarktherme“ von den Trierern den Namen „Ungers Vitrine“.

Kategorie: Pressedienst, Allgemeines 2020, Kultur, Mosel-Saar

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